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Dresden: Festnahme dank Videoüberwachung

Die Bundespolizei überführt Taschendieb am Dresdner Hauptbahnhof. Der Täter wurde auf Video identifiziert und festgenommen, nachdem er 200 Euro gestohlen hatte.

Foto: Depositphotos

Dresden (ost)

Früh am Sonntagmorgen (12.07.2026) tauchte ein stark betrunkener Mann an der Wache der Bundespolizei am Hauptbahnhof Dresden auf. Der Mann gab an, dass ihm während der Nacht etwa 200 Euro aus seiner Geldbörse gestohlen wurden, als er in der Kuppelhalle schlief. Er bemerkte den Verlust erst, als er ein Taxi in die Altstadt nehmen wollte. Da ein freiwilliger Atemalkoholtest bei dem Mann einen Wert von 1,9 Promille ergab, gestaltete sich die Rekonstruktion der genauen Umstände zunächst schwierig.

Die entscheidende Wende brachte die unverzügliche Auswertung der vorhandenen Videoaufnahmen. Auf den Aufzeichnungen war klar zu erkennen, wie sich ein älterer Mann am Sonntagmorgen gegen 01:00 Uhr dem schlafenden Opfer auf einer Bank in der Kuppelhalle näherte. Er nutzte die Hilflosigkeit des Betrunkenen gezielt aus, versteckte seine Hand mit einer Jacke und stahl die Geldbörse. Kurz darauf steckte der Täter dem Opfer unbemerkt die leere Börse wieder zu.

Dank modernster Videotechnik und einer genauen Täterbeschreibung gelang es den Bundespolizisten nur wenige Stunden später, den Fahndungserfolg zu erzielen. Gegen 07:50 Uhr erkannten Einsatzkräfte den Verdächtigen auf einer Bank vor dem Haupteingang wieder und nahmen ihn vorläufig fest.

Bei dem Mann wurden knapp 184 Euro Bargeld gefunden – vermutlich die gestohlene Beute. Außerdem wurde der bereits wegen Diebstahls polizeibekannte 58-jährige Rumäne von drei Staatsanwaltschaften zur Aufenthaltsermittlung gesucht.

Gegen den Beschuldigten wurde ein Ermittlungsverfahren wegen besonders schweren Diebstahls eingeleitet.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Taschendiebstählen in Sachsen für 2022/2023

Die Taschendiebstahlraten in Sachsen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 1791 Fälle gemeldet, während es im Jahr 2023 bereits 2373 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 133 auf 219. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 147 auf 204, wobei der Großteil männliche Verdächtige waren. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Taschendiebstählen in Deutschland mit 39519 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 1.791 2.373
Anzahl der aufgeklärten Fälle 133 219
Anzahl der Verdächtigen 147 204
Anzahl der männlichen Verdächtigen 130 173
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 17 31
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 92 138

Quelle: Bundeskriminalamt

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