Beamte der Bundespolizeiinspektion Dresden kontrollierten Personen im Hauptbahnhof und in internationalen Zügen. Ein Tscheche mit Cannabisgeruch führte ein Messer und eine Kräutermühle mit sich. Ein Ungar hatte ein Waffenlager im Rucksack und versuchte zu flüchten.
Dresden: Polizeikontrolle am Hauptbahnhof

Dresden (ost)
Spät am Donnerstagabend (04.06.2026) überprüften die Beamten der Bundespolizeiinspektion Dresden mehrere Personen am Hauptbahnhof und in internationalen Zügen.
Um 21:20 Uhr führten Einsatzkräfte im Rahmen der Binnengrenzfahndung eine Kontrolle im Eurocity (Děčín-Trier) durch. In einem Abteil trafen die Beamten auf einen 53-jährigen Tschechen, bei dem ein starker Geruch von Cannabis festgestellt wurde. Obwohl er den Besitz von Betäubungsmitteln bestritt, hatte er ein griffbereites Einhandmesser in der Hosentasche und eine mit Cannabis gefüllte Kräutermühle im Rucksack. Der Mann wurde zur Bundespolizeiwache am Hauptbahnhof gebracht, wo die Gegenstände beschlagnahmt wurden. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren nach dem Konsumcannabisgesetz sowie eine Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen des Messerbesitzes.
Zuvor, um 21:17 Uhr, fiel einer Streife am Hauptbahnhof Dresden ein junger Mann auf, der beim Anblick der Polizei sofort zu flüchten versuchte und auch später versuchte, sich gewaltsam den polizeilichen Maßnahmen zu entziehen. Er hatte keine Ausweisdokumente bei sich, jedoch entdeckten die Polizisten in seinem Rucksack ein regelrechtes Waffenarsenal bestehend aus insgesamt acht Messern, darunter vier Wurfmesser, drei Messer und ein Küchenmesser. Gegen den 22-jährigen Ungarn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoß gegen das Waffengesetz eingeleitet.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Sachsen für 2022/2023
Die Drogenraten in Sachsen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 13353 Fälle erfasst, wovon 11994 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 10753, darunter 9174 männliche und 1579 weibliche Verdächtige. 2636 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 wurden 12834 Fälle registriert, von denen 11702 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 10321, darunter 8806 männliche und 1515 weibliche Verdächtige. 2907 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu wurden in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten Drogenfälle in Deutschland registriert – 73917.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 13.353 | 12.834 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 11.994 | 11.702 |
| Anzahl der Verdächtigen | 10.753 | 10.321 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 9.174 | 8.806 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.579 | 1.515 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 2.636 | 2.907 |
Quelle: Bundeskriminalamt








