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Dresden: Recyclingbetrieb in Lockwitz in Flammen, Feuerwehr warnt Bevölkerung

Die Feuerwehr Dresden kämpft seit dem frühen Abend gegen einen Großbrand in einer Industriehalle. Die Bevölkerung wurde aufgrund der starken Rauchentwicklung gewarnt.

© Feuerwehr Dresden Eine massive Rauchentwicklung erforderte die zeitnahe Warnung der Bevölkerung.
Foto: Presseportal.de

Dresden (ost)

Am 2. Juli 2026, seit 19:52 Uhr

Maxener Straße, Lockwitz

Die Feuerwehr Dresden ist seit dem frühen Abend mit einer großen Anzahl von Einsatzkräften bei einem Brand in einer Industriehalle im Einsatz. Etwa 120 Feuerwehrleute kämpfen gegen das Feuer an und verhindern eine weitere Ausbreitung des Brandes. Aufgrund des starken Rauchs wurden die Anwohner in der Nähe der Einsatzstelle zeitweise gewarnt.

Schon auf dem Weg dorthin war eine massive schwarze Rauchsäule über weiten Teilen der Landeshauptstadt Dresden zu sehen. Die Rauchentwicklung war bis in die umliegenden Städte Heidenau und Pirna deutlich erkennbar. Als die ersten Einsatzkräfte am Einsatzort ankamen, stand ein Teil einer Industriehalle, in der Kunststoffflocken gelagert werden, in Vollbrand. Sofort begannen mehrere Trupps unter Atemschutz mit zahlreichen Strahlrohren von verschiedenen Seiten mit der Brandbekämpfung. Durch den Aufbau einer sogenannten Riegelstellung konnte eine Ausbreitung des Feuers auf angrenzende Hallenbereiche und benachbarte Gebäude verhindert werden.

Aufgrund des starken Rauchs wurden die Anwohner im Umkreis von 1.000 Metern über das Modulare Warnsystem (MoWaS), die Warn-App NINA sowie über die Social-Media-Kanäle der Feuerwehr Dresden informiert. Die Bewohner wurden gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten.

Gleichzeitig führten Messgruppen der Feuerwehr im Warnbereich sowie in der angrenzenden Stadt und in der Gemeinde Heidenau umfangreiche Luftmessungen durch. Es wurden keine gesundheitsgefährdenden Schadstoffkonzentrationen festgestellt. Daher konnte die Warnung für die Bevölkerung um 21:57 Uhr aufgehoben werden. In der unmittelbaren Umgebung des Einsatzortes kann es jedoch weiterhin zu Geruchsbelästigungen kommen.

Der Brand ist mittlerweile gelöscht. Aufgrund der starken Hitzeentwicklung und der schweren Brandschäden muss davon ausgegangen werden, dass die Statik der betroffenen Halle erheblich beeinträchtigt wurde. Daher ist ein Betreten des Gebäudes durch Einsatzkräfte derzeit nicht möglich.

Um dennoch mit den Restlöscharbeiten fortzufahren, wird Spezialtechnik eingesetzt. Das Löschunterstützungsfahrzeug LUF 60 der Feuer- und Rettungswache Striesen übernimmt die Brandbekämpfung im Inneren der Halle. Das ferngesteuerte Kettenfahrzeug kann Bereiche erreichen, die für Einsatzkräfte aufgrund der Einsturzgefahr nicht sicher zugänglich sind, und dort gezielte Löschmaßnahmen durchführen.

Zur Sicherstellung einer ausreichenden Löschwasserversorgung wurden mehrere Tanklöschfahrzeuge der Dresdner Stadtteilfeuerwehren nachalarmiert. Neben den Stadtteilfeuerwehren Niedersedlitz, Weißig, Lockwitz, Kaitz, Langebrück, Klotzsche, Wilschdorf sind Einsatzkräfte der Wachen Übigau, Striesen, Löbtau, und Altstadt im Einsatz. Sie werden unterstützt durch die Feuerwehr der Gemeinde Bannewitz sowie die Flughafenfeuerwehr Dresden.

Die Ursache des Brandes ist derzeit noch unbekannt. Informationen zur Schadenshöhe können derzeit nicht gegeben werden. Die Ermittlungen zur Brandursache werden nach Abschluss der Löscharbeiten von der Polizei aufgenommen.

Die Einsatzmaßnahmen werden voraussichtlich bis in die Nacht andauern.

Quelle: Presseportal

nf24