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Erfurt: Verlobt, bestohlen und geschnappt – Bundespolizei schnappt Taschendieb

Ein 32-jähriger Algerier stiehlt während einer Zugfahrt einen Rucksack mit Schmuck und Verlobungsring im Wert von 2.700 Euro. Die Bundespolizei konnte den Dieb festnehmen und das Diebesgut sicherstellen.

Foto: Depositphotos

Hauptbahnhof Leipzig (ost)

Vor ein paar Tagen hat ein 32-jähriger Algerier während einer Zugfahrt einen Rucksack mit Inhalt aus einem ICE gestohlen. Der Zug fuhr von Fulda nach Leipzig und machte auch einen Zwischenstopp am Hauptbahnhof Erfurt. Für eine 29-jährige Deutsche hatte dieser Zwischenstopp unangenehme Konsequenzen: Während der Fahrt wurde ihr Rucksack gestohlen. Die Geschädigte bemerkte kurz darauf den Diebstahl und erstattete Anzeige bei der Bundespolizei in Leipzig. Laut ihren Angaben befanden sich im Rucksack neben Kleidungsstücken auch mehrere Goldschmuckstücke und ihr Verlobungsring. Der entstandene Schaden beläuft sich auf etwa 2.700 Euro. Die Geschädigte vermutete, dass der Diebstahl während des Halts am Hauptbahnhof Erfurt passiert war. Die Bundespolizei Leipzig informierte daraufhin ihre Kollegen in Erfurt. Durch die Auswertung von Videoaufzeichnungen konnten die Bundespolizisten in Erfurt einen Mann identifizieren, der den Zug mit dem gestohlenen Rucksack verlassen hatte. Es stellte sich heraus, dass der Verdächtige den Einsatzkräften bereits bekannt war.

Auf Basis dieser Informationen gelang es der Thüringer Landespolizei, den 32-jährigen Täter zu finden und festzunehmen. Die Beamten konnten dabei einen Großteil des gestohlenen Guts sicherstellen. Glücklicherweise wurde auch der vermisste Verlobungsring gefunden. Damit steht der bevorstehenden Hochzeit nichts mehr im Wege.

Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Taschendiebstählen in Sachsen für 2022/2023

Die Taschendiebstahlraten in Sachsen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 1791 Fälle registriert, wovon 133 gelöst wurden. Es gab insgesamt 147 Verdächtige, darunter 130 Männer und 17 Frauen. 92 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 2373, wovon 219 gelöst wurden. Es gab insgesamt 204 Verdächtige, darunter 173 Männer und 31 Frauen. 138 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu wurden in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten Taschendiebstähle in Deutschland registriert, insgesamt 39519 Fälle.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 1.791 2.373
Anzahl der aufgeklärten Fälle 133 219
Anzahl der Verdächtigen 147 204
Anzahl der männlichen Verdächtigen 130 173
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 17 31
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 92 138

Quelle: Bundeskriminalamt

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