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Festnahme an der Stadtbrücke Görlitz

Beamte der Bundespolizei verhafteten zwei Männer mit 428 Gramm mutmaßlichem Marihuana an der Grenze zu Polen.

Bundespolizei
Foto: Presseportal.de

Ludwigsdorf, Görlitz (ost)

Die Bundespolizei verzeichnete in der Nacht zum heutigen Montag an der Görlitzer Stadtbrücke einen ungewöhnlichen Fahndungserfolg.

Wenig nach Mitternacht wurden an der Stadtbrücke zwei 33-jährige deutsche Staatsbürger von Einsatzkräften der Bundespolizei kontrolliert, die nach Polen ausreisen wollten.

Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass einer der Männer vom Amtsgericht Görlitz zur Aufenthaltsermittlung wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz gesucht wurde. Daraufhin unterzogen ihn die Beamten einer gründlichen Kontrolle. Beim Abtasten im Bauchbereich des Mannes entdeckten sie zwei Plastikbeutel. Er gab spontan an, dass es sich um Marihuana handelte, das ja jetzt legal sei.

Auch der zweite Mann war den Behörden bekannt: Gegen ihn lag ebenfalls eine Ausschreibung zur Aufenthaltsermittlung des Amtsgerichts Görlitz vor – in diesem Fall wegen besonders schweren Diebstahls. Bei der Durchsuchung wurde auch bei ihm im Bauchbereich ein Plastikbeutel mit einer pflanzlichen Substanz festgestellt.

Nachdem alle Beutel gewogen wurden, stand fest, dass es sich um eine nicht geringe Menge von insgesamt 428 Gramm mutmaßlichem Marihuana handelte.

Beide Personen wurden vorläufig festgenommen.

Die Landespolizei Görlitz übernahm zuständigkeitshalber die weiteren Ermittlungen. Sie leitete ein Strafverfahren wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Konsumcannabisgesetz ein.

Aufgrund der Menge muss derzeit von Handel und nicht von Eigenverbrauch ausgegangen werden, weshalb die Ermittlungen noch andauern.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Sachsen für 2022/2023

Die Drogenraten in Sachsen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 13353 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 12834 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank ebenfalls von 11994 auf 11702. Die Anzahl der Verdächtigen ging von 10753 auf 10321 zurück, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 9174 auf 8806 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 1579 auf 1515 sank. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg jedoch von 2636 auf 2907 an. Im Vergleich dazu wurden in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 insgesamt 73917 Drogenfälle registriert, was die höchste Anzahl in Deutschland darstellt.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 13.353 12.834
Anzahl der aufgeklärten Fälle 11.994 11.702
Anzahl der Verdächtigen 10.753 10.321
Anzahl der männlichen Verdächtigen 9.174 8.806
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.579 1.515
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 2.636 2.907

Quelle: Bundeskriminalamt

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