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Finanzkontrolle Schwarzarbeit 2025: Über 3.500 Strafverfahren

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit hat im letzten Jahr 750 Arbeitgeber überprüft und mehr als 3.500 Strafverfahren sowie über 900 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

FKS- Beamter (Symbolbild HZA Dresden)
Foto: Presseportal.de

Dresden (ost)

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) hat die Aufgabe, Schwarzarbeit, Leistungsmissbrauch und illegale Beschäftigung aufzudecken. Das Ziel besteht darin, fairen Wettbewerb zu gewährleisten und zur Sicherung unserer Sozialsysteme beizutragen.

Im vergangenen Jahr haben die Zöllnerinnen und Zöllner der FKS des Hauptzollamtes Dresden mit Konsequenz und Engagement 750 Arbeitgeber überprüft, ob sie ihren gesetzlichen Verpflichtungen nachkommen. Dazu gehört unter anderem die Einhaltung der Mindestarbeitsbedingungen sowie die korrekte Entrichtung von Sozialversicherungsbeiträgen und Lohnsteuer für ihre Arbeitnehmer. Darüber hinaus wurden fast 13.000 Personen direkt am Arbeitsplatz zu ihren Beschäftigungsverhältnissen befragt, da Schwarzarbeit auch dann vorliegt, wenn Sozialleistungen unrechtmäßig bezogen werden. Insgesamt wurden über 3.500 Strafverfahren und mehr als 900 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Im Jahr 2025 konnten fast 3.500 Strafverfahren und 775 Ordnungswidrigkeitenverfahren abgeschlossen werden. Infolgedessen wurden Freiheitsstrafen von insgesamt 14 Jahren verhängt (2024: 25 Jahre). Zusätzlich wurden Geldstrafen in Höhe von fast 938.000 Euro und Bußgelder in Höhe von 270.000 Euro festgesetzt. Die Ermittlungen konzentrierten sich auf Betrug, Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt, Leistungsmissbrauch und illegalen Aufenthalt. Durch die abgeschlossenen straf- und bußgeldbewehrten Ermittlungen im letzten Jahr konnte ein Schaden von fast 14 Millionen Euro ermittelt werden. Dieser Schaden resultiert hauptsächlich aus nicht gezahlten Sozialversicherungsbeiträgen, Steuern, unrechtmäßig erhaltenen Sozialleistungen sowie nicht gezahlten Mindestlöhnen und Urlaubsgeldern. Zur Sicherung von Beweismitteln und Vermögen wurden im vergangenen Jahr über 1,7 Millionen Euro gesichert.

Zusätzliche Information:

Die Prüfungen der FKS können spontan, initiativ aufgrund eigener Risikoeinschätzungen oder aufgrund von Hinweisen durchgeführt werden.

Im Jahr 2025 führte die FKS auch mehrere bundesweite und regionale Schwerpunkt- und Sonderprüfungen durch, insbesondere in Branchen, die besonders von Schwarzarbeit betroffen sind. Die strategische Ausrichtung und gezielte Vorgehensweise zielen darauf ab, sich verstärkt auf strukturelle und organisierte Formen der Schwarzarbeit zu konzentrieren.

Hinweis:

Die detaillierten Jahresergebnisse nach Branchen, Bundesländern, Hauptzollämtern und Tatbeständen finden Sie auf unserer Website im Fachbereich „Arbeit“. –Statistikveröffentlichung zur Bekämpfung der Schwarzarbeit und illegalen Beschäftigung–

Quelle: Presseportal

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