Die Bundespolizei sucht Zeugen nach gefährlichem Eingriff in den Bahnverkehr. Ein Zug überfuhr einen Stein, es kam zu 120 Minuten Verspätung bei 5 Zügen.
Frankenstein: Schottersteine auf Schiene gelegt

Frankenstein (ost)
Am gestrigen Tag gegen 15:00 Uhr informierte die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn AG die Bundespolizeiinspektion Chemnitz über Schottersteine, die auf der Schiene der Strecke Dresden nach Chemnitz direkt am Bahnhof Frankenstein platziert wurden. Die einfahrende Regionalbahn überfuhr einen Stein und wird bis zum Eintreffen der Streife nicht weiterfahren, da weitere Steine aufgelegt wurden.
Unmittelbar darauf begab sich eine Streife vor Ort. Die Beamten entdeckten insgesamt 82 Schottersteine, die auf den Gleisen verstreut waren. Der Triebfahrzeugführer gab an, dass er aufgrund des geplanten Halts am Bahnhof langsam fuhr und den Zug schnell zum Stehen brachte. Trotzdem wurde eines der Räder beschädigt. Der Zug setzte seine Fahrt in Richtung Chemnitz gegen 15:50 Uhr fort.
Insgesamt kam es bei 5 Zügen zu einer Verspätung von 120 Minuten.
Mögliche Verdächtige konnten vor Ort nicht identifiziert werden.
Die Bundespolizeiinspektion Chemnitz bittet daher um Zeugenhinweise. Wer hat gestern Nachmittag Personen beobachtet, die die Steine auf die Schienen gelegt haben? Hinweise nimmt die Bundespolizeiinspektion Chemnitz unter 0371/33783-0 entgegen.
In diesem Zusammenhang warnt die Bundespolizei noch einmal eindringlich. Was oft als scheinbare Mutprobe oder Unfug beginnt, ist ein gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr, der zu schweren Unfällen, entgleisten Zügen oder herumfliegenden Trümmerteilen als Wurfgeschosse führen kann.
Quelle: Presseportal








