Ein Pole mit ungültiger ID-Karte und silbernen Münzen leistet Widerstand bei Festnahme und steht unter Drogeneinfluss.
Görlitz: Gesuchter Pole greift Polizisten an

Görlitz, Ludwigsdorf (ost)
Gestern, gegen 12.20 Uhr, planten Bundespolizeibeamte, eine Person zu kontrollieren, die aus Deutschland kam. Als der Mann die Einsatzkräfte sah, versuchte er, sein Gesicht unter der Kapuze zu verstecken. Ein polnischer Staatsbürger identifizierte sich nach Ansprache mit einem zerschnittenen und damit ungültigen Ausweis.
Der Grund für die Kapuze wurde schnell gefunden. Die nachfolgende Überprüfung im polizeilichen Fahndungssystem ergab, dass der Mann zur Festnahme ausgeschrieben war. Seit 2022 durfte er aufgrund eines Einreiseverbots der Ausländerbehörde Görlitz nicht mehr nach Deutschland einreisen. Das Einreiseverbot wäre nur noch wenige Tage gültig gewesen. Statt abzuwarten, hielt sich der Mann jedoch in Görlitz auf.
Bei der folgenden Durchsuchung wurden bemerkenswerte Gegenstände gefunden: In seiner Kleidung fanden die Beamten drei augenscheinlich silberne Münzen mit deutscher Prägung, die jeweils in einer Sammlerhülle verpackt waren. Diese passten nicht zum Aussehen des Mannes. Auf Nachfrage konnte sich der Pole nicht daran erinnern, wann und wo er die Münzen gefunden hatte.
Aufgrund des Verdachts der illegalen Einreise und des illegalen Aufenthalts sowie des Verdachts auf Diebstahl wurde der Mann vorläufig festgenommen. Während der Belehrung wurde er zunehmend ungeduldig, erklärte, nicht länger warten zu wollen, und versuchte, sich den weiteren Maßnahmen in Richtung Polen zu entziehen.
Daraufhin griffen die Beamten ein, um die Festnahme durchzuführen. Der Pole leistete aktiven Widerstand, indem er sich wehrte und nach den Beamten trat. Erst mit Hilfe weiterer Kräfte gelang es, ihn zu fixieren, um ihn zu fesseln und mitzunehmen. Dabei verletzte sich ein Beamter leicht an der Hand.
Der Festgenommene wurde an die Landespolizei im Polizeirevier Görlitz übergeben. Dort beruhigte er sich später. Ein Drogentest ergab, dass er unter dem Einfluss von Amphetaminen stand.
Neben den bereits festgestellten Straftatvorwürfen kam durch sein Verhalten der Vorwurf des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte hinzu. Der Beamte war weiterhin dienstfähig.
Ob die sichergestellten Silbermünzen aus einer Straftat stammen, wird durch weitere Ermittlungen geklärt.
Nach Abschluss aller Maßnahmen überwachten Beamte des Polizeireviers die Ausreise nach Polen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Sachsen für 2022/2023
Die Drogenraten in Sachsen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 13353 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 12834 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 11994 auf 11702 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 10753 auf 10321, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 9174 auf 8806 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 1579 auf 1515 abnahm. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg jedoch von 2636 auf 2907 an. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten Drogenfälle in Deutschland mit 73917 registrierten Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 13.353 | 12.834 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 11.994 | 11.702 |
| Anzahl der Verdächtigen | 10.753 | 10.321 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 9.174 | 8.806 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.579 | 1.515 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 2.636 | 2.907 |
Quelle: Bundeskriminalamt








