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Görlitz: Rauschgiftschmuggel vereitelt

Zoll entdeckt 200 Gramm Crystal in polnischem PKW auf Autobahn 4, Festnahme des Beifahrers und Haftbefehl erlassen

Das Fahrzeug der Schmuggler
Foto: Presseportal.de

Dresden (ost)

Am 8. März 2026 führte der Zoll in der Nähe von Görlitz eine Kontrolle an einem polnischen Auto durch, das über die Autobahn 4 aus Polen eingereist war. Auf Nachfrage gaben der Fahrer und der Beifahrer an, dass sie auf dem Weg in die Schweiz seien.

Während der Überprüfung des Fahrzeuginnenraums wurde zwischen dem Fahrersitz und der Mittelkonsole ein mit Klebefolie umwickeltes und vakuumiertes Päckchen entdeckt. Der Inhalt war ein großer, harter Kristall. Ein Drogenschnelltest ergab eine starke, positive Reaktion auf Methamphetamin. Basierend auf Aussehen und Struktur handelte es sich um Crystal. Das gewogene Gewicht des Kristalls betrug etwa 98 Gramm. Aufgrund des hohen Gewichts und der unklaren Umstände wurden sowohl das Fahrzeug als auch die Insassen kontrolliert. Das Ergebnis: Der Beifahrer transportierte einen fast gleich großen weißen Kristall, ebenfalls in Folie verpackt, in seinem Slip. Dieses Päckchen wog rund 100 Gramm und reagierte ebenfalls positiv auf Methamphetamin.

Die Staatsanwaltschaft Görlitz ordnete daraufhin die vorläufige Festnahme des Beifahrers an. Am nächsten Tag erließ das Amtsgericht Görlitz auf Antrag der Staatsanwaltschaft Görlitz einen Haftbefehl gegen den 54-jährigen Polen. Die weiteren Ermittlungen in diesem Fall werden vom Zollfahndungsamt Dresden durchgeführt.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Sachsen für 2022/2023

Die Drogenraten in Sachsen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 13.353 Fälle von Drogenmissbrauch aufgezeichnet, wobei 11.994 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 10.753, wovon 9.174 männlich und 1.579 weiblich waren. 2.636 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 sank die Anzahl der aufgezeichneten Fälle auf 12.834, wobei 11.702 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 10.321, wovon 8.806 männlich und 1.515 weiblich waren. 2.907 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 mit 73.917 Fällen die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 13.353 12.834
Anzahl der aufgeklärten Fälle 11.994 11.702
Anzahl der Verdächtigen 10.753 10.321
Anzahl der männlichen Verdächtigen 9.174 8.806
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.579 1.515
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 2.636 2.907

Quelle: Bundeskriminalamt

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