Kinder werfen Gegenstände ins Gleis. Bundespolizei ermittelt wegen gefährlichem Eingriff in den Bahnverkehr und warnt vor Lebensgefahr an Bahnanlagen.
Halle: Bahnanlagen sind keine Spielplätze

Halle (Saale) Ammendorf (ost)
Am Montag, dem 17. August 2026 um 17:11 Uhr hat die Notrufzentrale der Deutschen Bahn in Leipzig die Bundespolizei über einen gefährlichen Vorfall informiert, der glücklicherweise dieses Mal keine schwerwiegenden Konsequenzen hatte. Nach den ersten Informationen hat ein Lokführer eines Güterzuges Halle (Saale) Ammendorf in Richtung Eisenach durchfahren, als er auf der Fußgängerbrücke in der Hohe Straße mehrere Personen bemerkte und ein unbekannter Gegenstand auf die Gleise des Güterzuges geworfen wurde. Der Lokführer hat seine Beobachtungen sofort der Notrufzentrale mitgeteilt. Daraufhin wurde die Bahnstrecke gesperrt. Es gab keine Schäden am Zug, laut aktuellen Informationen. Die alarmierten Beamten des Bundespolizeireviers Halle (Saale) sind sofort zum Ort des Geschehens gefahren und konnten sechs Kinder im Alter von 11 bis 14 Jahren feststellen. Die jeweiligen Erziehungsberechtigten der Jungen wurden kontaktiert.
Bei dieser Handlung handelt es sich nicht um ein Kavaliersdelikt, sondern um eine ernsthafte Straftat, bei der es zu erheblichen Sach- oder Personenschäden hätte kommen können. Die Bundespolizeiinspektion Magdeburg hat ein Ermittlungsverfahren wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet. Personen, die sich in der Nähe der Bahnanlagen oder der Gleise aufhalten, begeben sich unbewusst in Lebensgefahr: Bahnanlagen sind keine Spielplätze! Züge nähern sich fast geräuschlos und können je nach Windrichtung oft sehr spät wahrgenommen werden. Außerdem entsteht durch die vorbeifahrenden Züge eine starke Sogwirkung, die ebenfalls zu schwerwiegenden, wenn nicht sogar tödlichen Unfällen führen kann. Splitter von abprallenden Schottersteinen können zu schweren Verletzungen führen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Sachsen-Anhalt für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Sachsen-Anhalt insgesamt 88.757 Verkehrsunfälle. Davon waren 12.316 Unfälle mit Personenschaden, was 13,88% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 2.044 Fälle aus, was 2,3% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 424 Fällen registriert, was 0,48% aller Unfälle ausmacht. Der Großteil der Unfälle (83,34%) waren übrige Sachschadensunfälle. In der Ortslage innerorts ereigneten sich 10.077 Unfälle (11,35%), außerorts (ohne Autobahnen) waren es 4.238 Unfälle (4,77%) und auf Autobahnen wurden 1.040 Unfälle (1,17%) verzeichnet. Insgesamt gab es 90 Getötete, 1.822 Schwerverletzte und 13.443 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 88.757 |
| Unfälle mit Personenschaden | 12.316 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 2.044 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 424 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 73.973 |
| Ortslage – innerorts | 10.077 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 4.238 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 1.040 |
| Getötete | 90 |
| Schwerverletzte | 1.822 |
| Leichtverletzte | 13.443 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








