Eine 49-Jährige bedrohte Reisende in einem Zug und leistete Widerstand gegen die Bundespolizei. Sie verhielt sich aggressiv, beleidigte Mitreisende und griff sogar zu einem scharfkantigen Spiegel.
Halle: Bedrohung und Widerstand gegen Bundespolizei

Halle (Saale) (ost)
Am Samstag, dem 1. August 2026, wurde die Bundespolizei am Nachmittag zum Intercity-Express am Hauptbahnhof Halle (Saale) gerufen. Eine Passagierin nutzte die Bahnfahrt von Berlin Südkreuz nach Halle (Saale) ohne gültigen Fahrschein. Zudem hatte sie keine Mittel, um das zusätzliche Beförderungsentgelt zu zahlen. Während der Zugfahrt soll die Frau aggressiv gewesen sein, andere Passagiere beleidigt und teilweise bedroht haben. Unter anderem verlor die 49-Jährige während der Fahrt das Gleichgewicht und fiel hin. Als Mitreisende ihr helfen wollten, beschimpfte sie sie und forderte sie auf, sie in Ruhe zu lassen. Außerdem soll sie eine leere Flasche erhoben haben, um sie auf Passagiere zu werfen. Es kam jedoch nicht zu einem Angriff. Da die Verdächtige ihre Identität nicht preisgab und aufgrund ihres lauten und aggressiven Verhaltens eine Identitätsfeststellung am Bahnsteig nicht möglich war, sollte sie zur Dienststelle der Bundespolizei gebracht werden. Als ihr dies mitgeteilt wurde, griff sie in ihre Einkaufstasche und nahm einen scharfen Spiegel heraus, den sie unter ihrer Jacke auf einem mitgeführten Buggy versteckte. Um eine mögliche Gefahr auszuschließen, nahmen die Einsatzkräfte den Gegenstand vorübergehend in Gewahrsam. Auch auf dem Weg zur Dienststelle verhielt sich die Deutsche weiterhin aggressiv. Sie änderte mehrmals ihre Richtung, weigerte sich zu gehen und versuchte, sich den Griffen der Beamten zu entwinden. Auf der Dienststelle konnte die Identität der Frau schließlich durch einen Fingerabdruckscan festgestellt werden. Dabei stellte sich heraus, dass die Frau bereits mehrmals mit der Polizei in Konflikt geraten war. Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,47 Promille. Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Schwarzfahrens, tätlichen Angriffs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, versuchter gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung ein.
Quelle: Presseportal








