Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Halle: Flüchtiger Drogenbesitzer ohne Fahrschein

Ein 25-jähriger Mann flüchtet vor der Polizei über die Gleise und wird mit Drogen erwischt.

Foto: Depositphotos

Halle (Saale) (ost)

Am Mittwoch, den 18.02.2026 um 06:21 Uhr hat der Zugführer eines Intercityexpresses auf der Strecke von Berlin Südkreuz nach Halle (Saale) im Zug die Fahrscheinkontrolle durchgeführt. Während er kontrollierte, bemerkte er, dass ein Passagier direkt nach dem Einsteigen in die Toilette gegangen ist und die Tür verschlossen hat. Trotz mehrerer Versuche, ihn herauszubekommen, hat der Zugführer die Tür nicht öffnen können. Erst als er drohte, die Bundespolizei zu rufen, öffnete der Mann die Tür und übergab ein Dokument, bei dem das Foto nicht mit ihm übereinstimmte. Daraufhin hat der Zugführer die Bundespolizei um Hilfe bei der Identifizierung gebeten. Eine Streife des Bundespolizeireviers Halle (Saale) hat den Zug am Bahnsteig sechs empfangen. Als der Tunesier die Polizei sah, ist er über die Gleise geflüchtet, vorbei am anderen Bahnsteig und hat sich in einem alten Bahnhofsgebäude versteckt. Weitere Einsatzkräfte wurden angefordert, um ihn zu finden. Schließlich wurde er in einem Erdloch entdeckt und zur Polizeiwache gebracht. Trotz seiner Behauptungen, die Person auf dem Ausweisdokument zu sein, wurde dies durch das Fingerabdrucksystem widerlegt. Bei Tageslicht wurde ein Päckchen mit etwa 247 Gramm einer weißen Substanz im Erdloch gefunden. Die Landespolizei wurde informiert und übernahm den Fall sowie die beschlagnahmte Menge an Drogen. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass weitere Drogen auf dem Fluchtweg entsorgt wurden, wurde ein Drogenspürhund eingesetzt, der jedoch keine weiteren Beweise finden konnte. Der 25-Jährige wurde wegen Unterschlagung, Betrug und Verstößen gegen das Aufenthalts- und Betäubungsmittelgesetz angezeigt.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Sachsen-Anhalt für 2022/2023

Die Drogenraten in Sachsen-Anhalt zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 9258 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 8652 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls zurück, von 8623 im Jahr 2022 auf 8055 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 7615 auf 7052, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 9.258 8.652
Anzahl der aufgeklärten Fälle 8.623 8.055
Anzahl der Verdächtigen 7.615 7.052
Anzahl der männlichen Verdächtigen 6.417 5.949
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.198 1.103
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 956 1.244

Quelle: Bundeskriminalamt

Karte für diesen Artikel

nf24