Ein 29-Jähriger wurde ohne Fahrschein im ICE von Berlin nach Halle erwischt. Bei der Kontrolle fand die Polizei ein Messer, Steroide und Drogen.
Halle: Ohne Ticket im ICE – 29-Jähriger mit Messer, Drogen und Steroiden

Halle (Saale) (ost)
Am Abend des 12. März 2026 informierte ein Zugangestellter des Intercityexpresses, der von Berlin nach Halle (Saale) fuhr, um 21:18 Uhr das Bundespolizeirevier Halle (Saale) über einen männlichen Passagier ohne Ticket. Die alarmierten Bundespolizisten warteten auf den Zug, als er wenige Minuten später planmäßig auf Bahnsteig 6 einfuhr. Der Mitarbeiter der Bahn berichtete den Beamten, dass der 29-Jährige in Berlin eingestiegen war, sich in einem Abteil niedergelassen hatte und bei der Ticketkontrolle kein gültiges Ticket vorzeigen konnte. Daraufhin wurde eine Nachzahlung des Fahrpreises für den Mann ausgestellt. Beim Verlassen des Zuges war der Schwarzfahrer nervös und versuchte, einen Gegenstand in seinem Jackenärmel zu verstecken. Bei der folgenden Kontrolle stellte sich heraus, dass es sich um ein Messer handelte. Die Bundespolizisten sicherten das Messer und brachten den Weißrussen in die Diensträume am Hauptbahnhof. Bei der anschließenden Durchsuchung wurden mehrere Ampullen mit anabolen Steroiden, Betäubungsmittel sowie ein weiteres Messer gefunden. Die Identität des Verdächtigen konnte anhand der mitgeführten Dokumente festgestellt werden. Eine Überprüfung der Personalien im polizeilichen Informationssystem ergab zudem, dass der Mann zur Einreiseverweigerung ausgeschrieben war. Das Polizeirevier Halle (Saale) wurde hinzugezogen und übernahm die Sicherstellung der gefundenen Gegenstände. Gegen den Mann wurden Ermittlungsverfahren unter anderem wegen Verstößen gegen das Arzneimittel-, Betäubungsmittel- und Waffengesetz sowie wegen Verstößen nach dem Strafgesetzbuch und des Aufenthaltsgesetzes eingeleitet.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Sachsen-Anhalt für 2022/2023
Die Drogenraten in Sachsen-Anhalt zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 9258 Fälle registriert, wovon 8623 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 7615, wobei 6417 männliche und 1198 weibliche Verdächtige waren. Darunter waren auch 956 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 wurden 8652 Fälle verzeichnet, von denen 8055 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 7052, wobei 5949 männlich und 1103 weiblich waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg hingegen auf 1244. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogendelikten in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 9.258 | 8.652 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 8.623 | 8.055 |
| Anzahl der Verdächtigen | 7.615 | 7.052 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 6.417 | 5.949 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.198 | 1.103 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 956 | 1.244 |
Quelle: Bundeskriminalamt








