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Leipzig Hauptbahnhof: Betrug am Bankautomaten in Leipzig

Die Bundespolizei warnt vor Betrugsdelikten an Geldautomaten. Täter täuschen Notlagen vor, um Reisende zu bestehlen. Ermittlungen laufen.

Foto: unsplash

Hauptbahnhof Leipzig (ost)

Reisende werden von der Bundespolizei vor Betrugsdelikten gewarnt. Kriminelle Gruppen sprechen gezielt Reisende an Geldautomaten oder Fahrkartenautomaten an Bahnhöfen an und täuschen eine Notlage vor.

Ein Vorfall vom 4. Juni 2026 am Hauptbahnhof Leipzig verdeutlicht die Vorgehensweise. Mehrere Personen baten einen Reisenden, der gerade Geld am Automaten abhob, um finanzielle Unterstützung für die Weiterreise. Der Geschädigte übergab Bargeld, erhielt jedoch das versprochene Rückgeld nicht.

Im Zuge der Ermittlungen konnten die Verdächtigen innerhalb kurzer Zeit von der Bundespolizei identifiziert werden. Dabei spielte unter anderem Bildmaterial der permanenten Videoüberwachung am Hauptbahnhof Leipzig eine wichtige Rolle.

Nach bisherigen Erkenntnissen erfinden die Täter verschiedene Notlagen gegenüber den gutgläubigen Reisenden, wie den Verlust von Fahrkarten, Reisepässen, Geldbörsen oder Bankkarten. Manchmal werden auch gesundheitliche Probleme oder fehlende finanzielle Mittel für die Weiterreise vorgetäuscht.

Eine andere Betrugsmasche beinhaltet eine angeblich sofortige Überweisung per Smartphone. Die Täter bieten an, dem Opfer den Betrag elektronisch zu überweisen und bitten im Gegenzug, Bargeld am Automaten abzuheben. Die Überweisung wird jedoch nicht durchgeführt oder nur vorgetäuscht.

Die Täter agieren oft in Gruppen und sprechen hauptsächlich Englisch oder gebrochenes Deutsch.

Die Bundespolizei empfiehlt, bei solchen Ansprachen misstrauisch zu sein, keine Geldgeschäfte mit Unbekannten zu tätigen und bei verdächtigen Vorfällen sofort die Polizei oder Sicherheitskräfte am Bahnhof zu informieren.

Personen, die Opfer eines solchen Verbrechens geworden sind oder verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich bei der Bundespolizei oder der örtlich zuständigen Polizeidienststelle zu melden.

Quelle: Presseportal

nf24