Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Leipzig Hauptbahnhof: Polizei deckt Drogenhandel auf

Einsatzkräfte finden Ecstasytabletten und Bargeld bei 14-jährigem Jugendlichen am Leipziger Hauptbahnhof.

Foto: Depositphotos

Hauptbahnhof Leipzig (ost)

Am Nachmittag des Mittwochs überprüften Einsatzkräfte der Gemeinsamen Einsatzgruppe Bahnhof Zentrum (GEG BaZe) und der Bundespolizeiinspektion Leipzig während eines gemeinsamen Fahndungstages am Hauptbahnhof Leipzig einen 14-jährigen Jugendlichen. Während der Kontrolle entdeckten die Beamten in einer mitgeführten Sporttasche insgesamt 195 Ecstasytabletten sowie 200 Euro Bargeld. Aufgrund der Gesamtumstände bestand der Verdacht des unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Leipzig ordnete ein Bereitschaftsrichter noch am selben Tag die Durchsuchung mehrerer Wohnanschriften an. Die Maßnahmen wurden unter anderem mit Hilfe von Rauschgiftspürhunden durchgeführt. Dabei wurden weitere vermutliche Betäubungsmittel von den Einsatzkräften sichergestellt. Darunter befanden sich etwa 40 Gramm Haschisch sowie mehrere Cliptütchen mit verdächtigen Substanzen (vermutlich Methamphetamin und Ecstasy). Außerdem wurden weiteres Bargeld und 19 sogenannte „Dum Bum“ Knallkörper gefunden und beschlagnahmt. Diese sind in Deutschland nicht zugelassene pyrotechnische Gegenstände. Die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts des unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge werden von der Kriminalpolizeiinspektion der Polizeidirektion Leipzig durchgeführt. Es wird auch geprüft, ob Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz vorliegen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 14-Jährige seinen Erziehungsberechtigten übergeben.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Sachsen für 2022/2023

Die Drogenraten in Sachsen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 13353 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 12834 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 11994 auf 11702 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 10753 auf 10321, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 9174 auf 8806 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 1579 auf 1515 fiel. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 2636 auf 2907. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 13.353 12.834
Anzahl der aufgeklärten Fälle 11.994 11.702
Anzahl der Verdächtigen 10.753 10.321
Anzahl der männlichen Verdächtigen 9.174 8.806
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.579 1.515
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 2.636 2.907

Quelle: Bundeskriminalamt

nf24