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Ludwigsdorf: Drogen in der Grenzkontrolle

Beamte stoppten polnisches Fahrzeug mit verbotenen Gegenständen und Drogen bei Einreisekontrolle. Zoll fand 12,2 Gramm Methamphetamin.

Bundespolizei
Foto: Presseportal.de

Ludwigsdorf, Görlitz, BAB4, Wiesbaden (ost)

Gestern Abend um 20:30 Uhr haben Bundespolizeibeamte am Autobahngrenzübergang Ludwigsdorf auf der BAB 4 ein polnisches Fahrzeug bei der Einreise kontrolliert. Im Auto saßen drei polnische Staatsbürger, die einer gründlichen Einreisekontrolle unterzogen wurden.

Bei der Überprüfung im polizeilichen Fahndungsregister stellte sich heraus, dass der Fahrer aufgrund von Urkundenfälschung von der Staatsanwaltschaft Wiesbaden gesucht wurde.

Bei der folgenden Inspektion des Fahrzeuginnenraums stellten die Beamten außerdem mehrere Verstöße gegen das Waffenrecht fest. Ein Springmesser und ein Reizstoffsprühgerät wurden griffbereit gefunden. Beide Gegenstände wurden nach rechtlicher Prüfung als verboten eingestuft.

Zusätzlich waren die Beamten überrascht, als sie in der Mittelarmlehne der Rücksitzbank Tütchen mit einer weißen kristallinen Substanz entdeckten. Keiner der Insassen hatte Informationen über die Substanzen oder die waffenrechtlich verbotenen Gegenstände.

Zur weiteren Untersuchung wurden Zollbeamte hinzugezogen. Nach Abschluss der Durchsuchungen wurden insgesamt 12,2 Gramm mutmaßliches Methamphetamin gefunden.

Der Zoll leitete Strafverfahren wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Waffengesetz ein. Die Zuordnung der Gegenstände ist Gegenstand der Ermittlungen.

Ein eindeutiges Ergebnis betraf schließlich den Fahrer: Ein Drogenschnelltest verlief positiv. Die Landespolizei Sachsen übernahm den Fall und leitete ein Strafverfahren wegen Fahrens unter Drogeneinfluss ein.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Sachsen für 2022/2023

Die Drogenraten in Sachsen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 13353 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 nur noch 12834 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 11994 auf 11702 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 10753 auf 10321, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 9174 auf 8806 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 1579 auf 1515 fiel. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 2636 auf 2907. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 13.353 12.834
Anzahl der aufgeklärten Fälle 11.994 11.702
Anzahl der Verdächtigen 10.753 10.321
Anzahl der männlichen Verdächtigen 9.174 8.806
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.579 1.515
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 2.636 2.907

Quelle: Bundeskriminalamt

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