Bei einer Kontrolle am Autobahngrenzübergang fiel ein Fiat Panda auf. Fahrer ohne Ausweis fuhr mit gestohlenen Kennzeichen und Drogen im Körper. Haftbefehle gegen Mitfahrer aus Polen.
Ludwigsdorf: Gestohlene Kennzeichen

Ludwigsdorf, BAB4, Görlitz (ost)
Während einer Überprüfung am 06.06.2026 um 20:30 Uhr am Autobahngrenzübergang Ludwigsdorf / BAB 4 bemerkten die Beamten einen gelben Fiat Panda mit vier Insassen. Einige der Fahrzeuginsassen konnten keine gültigen Ausweisdokumente vorlegen.
Der Fahrer hatte weder einen Ausweis noch einen Führerschein dabei und gab seine persönlichen Daten nur mündlich an. Auf Nachfrage gab er außerdem an, keinen Führerschein zu besitzen.
Als die Beamten die polnischen Kennzeichen am Fahrzeug überprüften, kamen sie ins Stocken: Die Kennzeichen stimmten nicht mit den vorgelegten Fahrzeugpapieren überein. Eine Überprüfung ergab, dass die Kennzeichen in Polen als gestohlen gemeldet waren. Der Fahrzeugschein gehörte jedoch zum Fahrzeug und bestätigte den rechtmäßigen Besitz.
Daraus ergab sich der Verdacht gegen den Fahrer wegen Kennzeichenmissbrauchs, Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Fahrens ohne gültige Versicherung. Ein positiver Drogenschnelltest erhöhte die Anzahl der Vergehen weiter.
Auch bei der Kontrolle der Mitfahrer wurden die Beamten fündig. Bei einem 36-jährigen Polen wurden vier Suchvermerke festgestellt: ein Haftbefehl zur Zahlung einer Geldstrafe von 1.200 Euro von der Staatsanwaltschaft Ellwangen, ein Haftbefehl zur Untersuchungshaft wegen Urkundenfälschung von der Staatsanwaltschaft Ansbach sowie zwei weitere Suchvermerke zur Feststellung der ladungsfähigen Anschrift.
Bei einer 31-jährigen Polin wurde außerdem ein Pfefferspray ohne erforderliches Prüfzeichen entdeckt. Gegen sie bestand daher der Verdacht einer Straftat nach dem Waffengesetz.
Gegen alle drei Personen wurden strafrechtliche Verfahren eingeleitet. Die gestohlenen Kennzeichen wurden beschlagnahmt und das Fahrzeug von einem Abschleppunternehmen abtransportiert. Nach Abschluss aller Maßnahmen durften die Personen die Dienststelle zu Fuß verlassen. Der gesuchte Beifahrer wurde dem Haftrichter vorgeführt und inhaftiert.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Sachsen für 2022/2023
Die Drogenraten in Sachsen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 13353 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 12834 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls zurück, von 11994 im Jahr 2022 auf 11702 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 10753 auf 10321, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 9174 auf 8806 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 1579 auf 1515 zurückging. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg jedoch von 2636 im Jahr 2022 auf 2907 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 mit 73917 die meisten registrierten Drogenfälle in Deutschland.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 13.353 | 12.834 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 11.994 | 11.702 |
| Anzahl der Verdächtigen | 10.753 | 10.321 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 9.174 | 8.806 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.579 | 1.515 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 2.636 | 2.907 |
Quelle: Bundeskriminalamt








