Ein 39-jähriger Pole wurde mit fünf Haftbefehlen festgenommen und wegen Drogendelikten angeklagt.
Ludwigsdorf, Görlitz, BAB4, Karlsruhe, Frankenthal, Mannheim und Ulm: Polizei verhaftet gesuchten Straftäter

Ludwigsdorf, Görlitz, BAB4, Karlsruhe, Frankenthal, Mannheim und Ulm (ost)
Am Montagabend um etwa 21:40 Uhr haben Einsatzkräfte der Bundespolizei am Autobahngrenzübergang Ludwigsdorf an der A 4 einen 39-jährigen polnischen Bürger kontrolliert, der als Passagier eines grenzüberschreitenden Reisebusses eingereist ist.
Bei der nachfolgenden Überprüfung in den polizeilichen Informationssystemen haben die Beamten eine bemerkenswerte Entdeckung gemacht: Der Mann hatte gleich fünf Haftbefehle gegen sich.
Es stellte sich heraus, dass der 39-Jährige ein bis 2032 gültiges Einreise- und Aufenthaltsverbot für die Bundesrepublik Deutschland hatte, das vom Regierungspräsidium Karlsruhe erlassen wurde. Ihm wurde aufgrund zahlreicher Straftaten das Recht auf Freizügigkeit entzogen.
Im Zusammenhang mit mehrfachen Straftaten, darunter Diebstahl, bewaffneter Diebstahl und Leistungsbetrug, gab es auch mehrere gerichtliche Verurteilungen. Die Staatsanwaltschaften Frankenthal, Mannheim und Ulm hatten insgesamt vier Haftbefehle zur Vollstreckung erlassen. Diese basierten auf einer Restfreiheitsstrafe von sechs Monaten und einem Tag sowie einer Geldstrafe von 1.000 Euro.
Die Bundespolizisten haben den Mann festgenommen und gleichzeitig ein Strafverfahren wegen illegaler Einreise und illegalen Aufenthalts eingeleitet.
Bei der folgenden Durchsuchung seines mitgeführten Rucksacks haben die Beamten außerdem ein Cliptütchen mit etwa zehn Gramm Methamphetamin gefunden und sichergestellt. Dadurch ergab sich der Verdacht auf einen möglichen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz.
Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen wurde der 39-Jährige in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Die zuständige Ausländerbehörde wird sich nun um die bevorstehende Beendigung des Aufenthalts nach Verbüßung der Strafe kümmern.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Sachsen für 2022/2023
Die Drogenraten in Sachsen sind zwischen 2022 und 2023 gesunken. Im Jahr 2022 wurden insgesamt 13353 Fälle erfasst, wovon 11994 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 10753, wobei 9174 männlich und 1579 weiblich waren. 2636 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 sank die Anzahl der erfassten Fälle auf 12834, wobei 11702 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 10321, darunter 8806 Männer und 1515 Frauen. 2907 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu wurden in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 insgesamt 73917 Fälle von Drogen registriert, was die höchste Anzahl in Deutschland darstellt.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 13.353 | 12.834 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 11.994 | 11.702 |
| Anzahl der Verdächtigen | 10.753 | 10.321 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 9.174 | 8.806 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.579 | 1.515 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 2.636 | 2.907 |
Quelle: Bundeskriminalamt








