Bundespolizei findet bei Grenzkontrollen zehn Personen mit offenen Haftbefehlen, darunter Polen, Kolumbianer, Ukrainer, Rumänen, Belarussen und Letten.
Ludwigsdorf, Görlitz, Krauschwitz, Berlin, Frankfurt (Oder), Duisburg, Potsdam: Grenzkontrollen bringen zehn Personen mit Haftbefehlen ans Licht

Ludwigsdorf, Görlitz, Krauschwitz, Berlin, Frankfurt (Oder), Duisburg, Potsdam (ost)
Im Zuge der erneuten Grenzkontrollen erzielten Einsatzkräfte der Bundespolizei am vergangenen Wochenende zahlreiche Fahndungstreffer. Insgesamt wurden zehn Personen mit offenen Haftbefehlen entdeckt.
Unter den Betroffenen waren fünf polnische Staatsangehörige, ein kolumbianischer Staatsangehöriger, ein ukrainischer Staatsangehöriger, ein rumänischer Staatsangehöriger, ein belarussischer Staatsangehöriger und ein lettischer Staatsangehöriger.
Rumäne reiste nach Zahlung weiter
In der Nacht zum Freitag kontrollierten Einsatzkräfte am Autobahngrenzübergang Ludwigsdorf (BAB 4) einen 37-jährigen rumänischen Staatsangehörigen. Es stellte sich heraus, dass gegen ihn ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Berlin vorlag. Zudem war er zur Anschriftenermittlung durch die Staatsanwaltschaft Duisburg ausgeschrieben. Beide Fahndungsnotierungen betrafen Eigentumsdelikte. Nachdem der 37-Jährige die offene Geldstrafe in Höhe von 1.350 Euro vor Ort bezahlt und seine Anschrift angegeben hatte, konnte er seine Reise fortsetzen.
Belarussischer Staatsangehöriger mit drei Fahndungstreffern
Auch am Freitag, gegen 10 Uhr, wurde am Grenzübergang Krauschwitz ein 22-jähriger belarussischer Staatsangehöriger kontrolliert. Die polizeiliche Überprüfung ergab drei Fahndungstreffer. Die Staatsanwaltschaften Berlin und Frankfurt (Oder) suchten den Mann wegen Diebstahls. Es lagen offene Geldstrafen in Gesamthöhe von 1.379 Euro vor, die er vor Ort bezahlte. Ein weiterer Fahndungsvermerk diente der Ermittlung seiner Anschrift in einem zusätzlichen Diebstahlsverfahren. Aufgrund seiner Vorstrafen prüften die Beamten die aktuellen Einreisevoraussetzungen sowie das angegebene Reiseziel des Mannes. Da die Gefahr weiterer Straftaten bestand, wurde ihm die Einreise verweigert. Er wurde nach Polen zurückgeschickt.
Haftbefehl eines Polen führt zur Entdeckung von Cannabis
Am Sonntagabend um 18.10 Uhr kontrollierten Einsatzkräfte am Autobahngrenzübergang Ludwigsdorf (BAB 4) einen 25-jährigen polnischen Staatsangehörigen. Die Überprüfung ergab, dass die Staatsanwaltschaft Potsdam nach ihm suchte. Wegen Erschleichens von Leistungen hatte er noch eine offene Geldstrafe in Höhe von 681 Euro, die er vor Ort bezahlte. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten zudem rund zwei Gramm Cannabis. Die Einfuhr davon ist strafbar. Daraufhin leiteten die Einsatzkräfte ein Strafverfahren wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Konsumcannabisgesetz ein und übergaben den Mann an die zuständigen Zollbeamten.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Sachsen für 2022/2023
Die Drogenraten in Sachsen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 13353 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 12834 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 11994 auf 11702 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 10753 auf 10321, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 9174 auf 8806 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 1579 auf 1515 abnahm. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg jedoch von 2636 auf 2907 an. Im Vergleich dazu wurden in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 insgesamt 73917 Fälle von Drogen registriert, was die höchste Anzahl in ganz Deutschland darstellt.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 13.353 | 12.834 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 11.994 | 11.702 |
| Anzahl der Verdächtigen | 10.753 | 10.321 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 9.174 | 8.806 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.579 | 1.515 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 2.636 | 2.907 |
Quelle: Bundeskriminalamt








