Die Bundespolizei sicherte verbotene Waffen bei Grenzkontrollen. Ein Fahrer wurde wegen Drogenkonsums gestoppt und die Weiterfahrt untersagt.
Ludwigsdorf, Görlitz: Verbotene Waffen und Drogenfahrt

Ludwigsdorf, Görlitz (ost)
Während der vorübergehenden Wiedereinführung von Grenzkontrollen zu Polen hat die Bundespolizei am vergangenen Wochenende insgesamt fünf Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Waffengesetz eingeleitet.
In vier Fällen trugen die kontrollierten Personen ein verbotenes Messer griffbereit bei sich. Dies betraf zwei polnische Staatsbürger im Alter von 27 und 51 Jahren sowie zwei lettische Staatsbürger im Alter von 54 und 55 Jahren. Aufgrund der rechtlichen Einordnung der beschlagnahmten Gegenstände leiteten die Beamten in drei Fällen Strafverfahren und in einem Fall ein Ordnungswidrigkeitenverfahren ein.
In einem anderen Fall führte ein 42-jähriger polnischer Staatsbürger ein zugriffsbereites Reizstoffsprühgerät mit sich, das weder über eine CE-Kennzeichnung noch über eine andere legalisierende Aufschrift verfügte. Die Bundespolizeibeamten beschlagnahmten das Spray und leiteten ein Strafverfahren wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Waffengesetz ein.
Während der Kontrolle ergaben sich auch weitere Verstöße gegen den Polen: Der Mann konnte keinen gültigen Führerschein vorlegen. Darüber hinaus reagierte ein Drogenschnelltest positiv auf Cannabis. Zuständigkeitshalber wurde die Landespolizei Sachsen hinzugezogen, die die weiteren Ermittlungen sowie die Einleitung entsprechender Strafverfahren übernahm. Letztendlich wurde dem Mann die Weiterfahrt untersagt.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Sachsen für 2022/2023
Die Drogenraten in Sachsen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 13353 Fälle registriert, wovon 11994 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 10753, wobei 9174 männliche und 1579 weibliche Verdächtige waren. 2636 Verdächtige waren nicht deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 sank die Anzahl der registrierten Fälle auf 12834, wovon 11702 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 10321, darunter 8806 männliche und 1515 weibliche Verdächtige. 2907 Verdächtige waren nicht deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten Drogenfälle in Deutschland mit 73917 registrierten Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 13.353 | 12.834 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 11.994 | 11.702 |
| Anzahl der Verdächtigen | 10.753 | 10.321 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 9.174 | 8.806 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.579 | 1.515 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 2.636 | 2.907 |
Quelle: Bundeskriminalamt








