Ein 37-jähriger Mann wurde am Hauptbahnhof Magdeburg festgenommen, nachdem ein Haftbefehl wegen versuchtem Diebstahl vollstreckt wurde.
Magdeburg: 37-Jähriger gesucht – Bundespolizei vollstreckt Haftbefehl

Magdeburg (ost)
Am Donnerstag, dem 13. August 2026, wurde um 14:25 Uhr ein Mann am Hauptbahnhof Magdeburg von einer Streife der Bundespolizei überprüft. Die Kontrolle seiner Daten im Polizeiinformationssystem ergab einen Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Stendal. Im März dieses Jahres wurde der 37-jährige vom Amtsgericht Burg wegen versuchten Diebstahls zu einer Geldstrafe von 1.800 Euro oder einer Ersatzfreiheitsstrafe von ursprünglich 100 Tagen Haft verurteilt. Weder zahlte der Deutsche das Geld, noch erschien er trotz vorheriger Ladung zum Strafantritt. Daher erließ die Staatsanwaltschaft vor einer Woche den Haftbefehl. Die Beamten nahmen den Mann fest und brachten ihn zunächst in die Dienststelle am Hauptbahnhof Magdeburg. Bei der Durchsuchung seiner mitgeführten Gegenstände fanden die Beamten verbotene Drogen, eine Krankenversichertenkarte auf einen anderen Namen ausgestellt und einen offensichtlich gestohlenen Notfallhammer. Alle gefundenen Gegenstände wurden beschlagnahmt. Da der Verurteilte die geforderten 1.800 Euro nicht aufbringen konnte, wurde er nach Abschluss der erforderlichen Maßnahmen in eine Justizvollzugsanstalt gebracht, um seine verkürzte 50-tägige Haftstrafe anzutreten. Die Einsatzkräfte erstatteten erneute Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz, Unterschlagung, Beeinträchtigung von Nothilfemitteln sowie Diebstahl und informierten die ausstellende Behörde über die Vollstreckung des Haftbefehls.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Sachsen-Anhalt für 2022/2023
Die Drogenraten in Sachsen-Anhalt zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 9258 Fälle erfasst, wovon 8623 gelöst wurden. Es gab insgesamt 7615 Verdächtige, darunter 6417 Männer, 1198 Frauen und 956 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 sank die Anzahl der erfassten Fälle auf 8652, wovon 8055 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 7052, darunter 5949 Männer, 1103 Frauen und 1244 Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 erfassten Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 9.258 | 8.652 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 8.623 | 8.055 |
| Anzahl der Verdächtigen | 7.615 | 7.052 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 6.417 | 5.949 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.198 | 1.103 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 956 | 1.244 |
Quelle: Bundeskriminalamt








