Ein 53-jähriger Mann stieg ohne Reiseabsichten in den Zug, entwendete Kopfhörer und weigerte sich, trotz Aufforderungen, den Zug zu verlassen. Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Diebstahls und Hausfriedensbruchs ein.
Magdeburg: Diebstahl von Kopfhörern im Zug

Magdeburg (ost)
Am Freitag, dem 10. Juli 2026, betrat ein männlicher Individuum um 01:21 Uhr den Zug am Hauptbahnhof Magdeburg, nachdem der Intercityexpress angehalten hatte, ohne erkennbare Absichten zu reisen, und stahl einem Passagier seine Kopfhörer. Der deutsche Bürger verließ dann den Zug trotz wiederholter Aufforderungen des Zugbegleiters nicht. Aus diesem Grund wurde die Bundespolizei informiert. Eine benachrichtigte Patrouille begab sich unverzüglich zum Bahnsteig 8, notierte die Personalien aller Beteiligten und stellte bei dem Verdächtigen die zuvor gestohlenen kabellosen Kopfhörer fest. Der 53-Jährige wurde in die Räumlichkeiten der Bundespolizei am Hauptbahnhof Magdeburg gebracht, um seine Identität festzustellen. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Diebstahls und Hausfriedensbruchs eingeleitet.
In diesem Zusammenhang und angesichts der laufenden Sommerferien in Sachsen-Anhalt möchte die Bundespolizei erneut nachdrücklich darauf hinweisen: Wertgegenstände, Geld und Kreditkarten können in mehreren Taschen am Körper eng verteilt getragen werden. Reisende sollten verschließbare Innentaschen verwenden. Wertsachen sollten nicht in Rucksäcken aufbewahrt werden. Handtaschen können mit dem Verschluss nach innen getragen und unter den Arm geklemmt werden. Reisende sollten sehr skeptisch reagieren, wenn sie angerempelt werden oder “unbeabsichtigt” die Kleidung verschmutzt wird. Auch bei aufdringlicher Hilfe beim Einsteigen in den Zug ist Vorsicht geboten. In aufgehängten Jacken sollten sich keine Geldbörsen und Handys in den Taschen befinden. Das Reisegepäck sollte nicht unbeaufsichtigt gelassen werden. Ihre Ferien und Ihre sichere Reise liegen uns am Herzen. Daher die eindringliche Bitte der Bundespolizei “Gib Taschendieben keine Chance”!
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Taschendiebstählen in Sachsen-Anhalt für 2022/2023
Die Taschendiebstahlraten in Sachsen-Anhalt stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 835 Fälle gemeldet, wovon 33 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 34, wobei 25 männlich und 9 weiblich waren. Von den Verdächtigen waren 9 nicht deutsch. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der gemeldeten Fälle auf 1037, wovon 62 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen stieg auf 67, wobei 56 männlich und 11 weiblich waren. Von den Verdächtigen waren 33 nicht deutsch. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an gemeldeten Taschendiebstählen in Deutschland mit 39519 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 835 | 1.037 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 33 | 62 |
| Anzahl der Verdächtigen | 34 | 67 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 25 | 56 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 9 | 11 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 9 | 33 |
Quelle: Bundeskriminalamt








