Ein 38-jähriger Mann kann offene Geldstrafe nicht zahlen und wird festgenommen, um Ersatzfreiheitsstrafe anzutreten.
Magdeburg: Gesuchter wird bespuckt und muss für 17 Tage in Haft
Magdeburg (ost)
Am Sonntag, den 20. Juli 2025, wurde um 03:19 Uhr eine Streife der Bundespolizei am Hauptbahnhof Magdeburg zur Unterstützung der örtlichen, jedoch gebundenen Landespolizei bei einem versuchten Fall von Körperverletzung eingesetzt. Ein 28-jähriger Mann aus Polen spuckte dabei unter anderem auf einen anderen Mann und schüttete Wasser über ihn. Bei der Überprüfung der Identität des 38-jährigen Opfers stellte sich heraus, dass ein Haftbefehl gegen ihn vorlag. Die Staatsanwaltschaft Magdeburg suchte mit einem Haftbefehl nach dem betrunkenen Deutschen. Im Januar dieses Jahres wurde er vom Amtsgericht Magdeburg wegen vorsätzlicher Trunkenheit im Straßenverkehr zu einer Geldstrafe von 1750 Euro oder einer Ersatzfreiheitsstrafe von ursprünglich 35 Tagen verurteilt. Bisher hatte er weder die offene Geldstrafe bezahlt noch sich der Haft angeschlossen und befand sich an einem unbekannten Ort. Daher erließ die Staatsanwaltschaft den Haftbefehl für 17 Tage Ersatzfreiheitsstrafe. Die Einsatzkräfte informierten den Gesuchten darüber, nahmen ihn fest und brachten ihn zunächst in die Räumlichkeiten der Bundespolizei am Hauptbahnhof Magdeburg. Der festgenommene Mann konnte die Geldstrafe von 1750 Euro nicht aufbringen. Nach Abschluss der erforderlichen Maßnahmen wurde er inhaftiert, um die nächsten 17 Tage in einer Justizvollzugsanstalt zu verbringen. Die Einsatzkräfte informierten die Behörde, die den Haftbefehl ausgestellt hatte, über die Vollstreckung.
Quelle: Presseportal