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Magdeburg: Haftbefehl gegen 39-Jährigen

Reisende informierten die Bundespolizei über eine verdächtige Person am Hauptbahnhof Magdeburg. Ein Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Magdeburg wurde vollstreckt.

Foto: unsplash

Magdeburg (ost)

Am Dienstag, dem 26. Mai 2026, meldeten Reisende am Hauptbahnhof Magdeburg am Morgen der Bundespolizei eine verdächtige Person an einem Fahrradabstellplatz. Sofort begab sich eine Streife zu dem genannten Ort, identifizierte dort einen Mann und führte eine Kontrolle durch. Um die Identität festzustellen, wurde der Mann in die nahegelegenen Diensträume der Bundespolizei gebracht. Bei der Überprüfung seiner Personalien im Polizeiinformationssystem wurde ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Magdeburg ausgestellt. Im Juli 2025 wurde der türkische Staatsbürger vom Amtsgericht Magdeburg wegen des unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln zu einer Geldstrafe von 1.600 Euro oder einer Ersatzfreiheitsstrafe von ursprünglich 80 Tagen Haft verurteilt. Weder zahlte der 39-Jährige den geforderten Betrag, noch trat er trotz vorheriger Ladung seine Strafe an. Daher erließ die Staatsanwaltschaft im Mai dieses Jahres den Haftbefehl. Bei der Durchsuchung seines Besitzes wurden Betäubungsmittel gefunden, die von den Bundespolizisten beschlagnahmt wurden. Der Gesuchte konnte die geforderten 1.600 Euro nicht aufbringen. Nach Abschluss der erforderlichen Maßnahmen wurde er von Beamten in ein Gefängnis gebracht, wo er seine verbleibenden 40 Tage Haft antrat. Schließlich informierten die Einsatzkräfte die ausstellende Behörde über die Vollstreckung des Haftbefehls. Darüber hinaus wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Sachsen-Anhalt für 2022/2023

Die Drogenraten in Sachsen-Anhalt zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 9258 Fälle erfasst, wovon 8623 gelöst wurden. Es gab insgesamt 7615 Verdächtige, darunter 6417 Männer und 1198 Frauen. 956 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 sank die Anzahl der erfassten Fälle auf 8652, wobei 8055 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 7052, darunter 5949 Männer und 1103 Frauen. 1244 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Verglichen mit der Region Nordrhein-Westfalen, die im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland verzeichnete – 73917 Fälle, scheint Sachsen-Anhalt niedrigere Raten aufzuweisen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 9.258 8.652
Anzahl der aufgeklärten Fälle 8.623 8.055
Anzahl der Verdächtigen 7.615 7.052
Anzahl der männlichen Verdächtigen 6.417 5.949
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.198 1.103
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 956 1.244

Quelle: Bundeskriminalamt

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