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Magdeburg: Herrenlose Reisetasche löst Einsatz der Bundespolizei aus

Am Donnerstag, den 6. August 2026 wurde eine herrenlose Reisetasche am Hauptbahnhof Magdeburg entdeckt. Ein 22-Jähriger stellte die Fundsache ab und reiste weiter.

Foto: Depositphotos

Magdeburg (ost)

Am Donnerstag, dem 6. August 2026, hat ein Passagier um 12:30 Uhr die Bundespolizei über eine verlassene Reisetasche am Bahnsteig 6 des Hauptbahnhofs Magdeburg informiert. Eine sofortige Streife konnte niemanden in der Nähe finden, der dafür verantwortlich war. Außerdem war der Inhalt der Tasche nicht sichtbar. Um potenzielle Gefahren für Reisende und den Zugverkehr auszuschließen, wurden die Bahnsteige 5 bis 9 von der Bundespolizei in Zusammenarbeit mit der DB Sicherheit gesperrt, und die betroffenen Gleise wurden über die Notfallleitstelle Leipzig gesperrt. Bei der Auswertung der Videos wurde eine männliche Person identifiziert, die die Tasche auf dem Bahnsteig abstellte und dann mit einem Regionalexpress in Richtung Halberstadt weiterfuhr. Der syrische Staatsbürger wurde von Bundespolizisten in Halberstadt nach der Ankunft des Zuges festgenommen und zur Wache gebracht. Dort erklärte er, dass er die Reisetasche zuvor in einem Zug von Burg nach Magdeburg gefunden und an besagter Stelle abgestellt hatte. Der Besitzer der Tasche konnte zunächst nicht ermittelt werden. Der Entschärfungsdienst der Bundespolizei wurde zur Überprüfung des Gegenstands hinzugezogen. Nach der Untersuchung stellte sich heraus, dass die Reisetasche ein ungefährlicher Fund war. Es befanden sich lediglich persönliche Gegenstände darin. Um 15:06 Uhr wurden alle Sperrmaßnahmen aufgehoben und der Zugverkehr wieder aufgenommen. Der Einsatz führte zu erheblichen Beeinträchtigungen im Zugverkehr. Insgesamt hatten 16 Züge zusammen 116 Minuten Verspätung, und zwei Zugverbindungen fielen komplett aus. Die Bundespolizei leitete gegen den 22-jährigen Mann ein Ermittlungsverfahren wegen Unterschlagung ein. Darüber hinaus können zivil- oder kostenrechtliche Ansprüche gegen den Verursacher geprüft werden. Aufgrund des aktuellen Vorfalls wird erneut darauf hingewiesen: Achten Sie bitte auf Ihr Reisegepäck! Behalten Sie es immer im Auge und tragen Sie es stets bei sich. Neben einem möglichen Diebstahl des Gepäcks kann es, wie im aktuellen Fall, zu einem Polizeieinsatz mit finanziellen Konsequenzen für den Verursacher kommen. Außerdem führen solche Vorfälle immer zu erheblichen Einschränkungen für andere Reisende und ihre Angehörigen, die vermieden werden könnten, wenn die Besitzer angemessen aufpassen.

Quelle: Presseportal

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