Eine Zeugin meldet Fahrradangebot an Polizei. Fahrrad als gestohlen gemeldet, Täter behauptet Kauf von Freund.
Magdeburg: Vermeintlicher Fahrraddieb stellt sich selbst

Magdeburg (ost)
Am Nachmittag des 21. Januar 2026 rief eine Augenzeugin die Bundespolizeiinspektion Magdeburg an und berichtete, dass sie gerade ein teures Fahrrad zum Verkauf angeboten bekommen hatte. Der Verkäufer behauptete, das Fahrrad zuvor auf einem nahegelegenen Betriebshof gestohlen zu haben. Nachdem die Zeugin das Angebot abgelehnt hatte, ging der Verkäufer in Richtung Haupteingang des Hauptbahnhofs Magdeburg. Eine Streife der Bundespolizei, die sich in der Nähe befand, übernahm vorerst den Fall. Es wurde eine Personenbeschreibung aufgenommen, an die patrouillierenden Streifen weitergegeben und mit der Auswertung von Videomaterial begonnen. Die beschriebene Person wurde schließlich vor dem Haupteingang identifiziert und gestellt. Als der Deutsche mit dem Vorfall konfrontiert wurde, behauptete er, das Fahrrad von einem Freund gekauft zu haben. Das Fahrrad wurde im Fahndungssystem der Polizei als gestohlen gemeldet, da der Besitzer es erst einen Tag zuvor als gestohlen gemeldet hatte. Der Besitzer wurde kontaktiert und zu dem angeblich freundschaftlichen Verkauf befragt. Er gab an, in der Nähe des Hauptbahnhofs Magdeburg in einem Betrieb zu arbeiten, was mit der Aussage der Zeugin übereinstimmte. Die Bundespolizisten brachten den vermeintlichen Fahrraddieb in die Räumlichkeiten der Bundespolizei am Hauptbahnhof Magdeburg und überprüften seine Identität. Inzwischen trafen Beamte der örtlichen Polizei ein und übernahmen den Fall für weitere Ermittlungen. Nach einer ausführlichen Belehrung erhielt der 43-Jährige Anzeigen nach dem Strafgesetzbuch und wurde von der Dienststelle entlassen. Das gestohlene Fahrrad wurde sichergestellt und konnte noch am selben Abend an den rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben werden.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Fahrraddiebstählen in Sachsen-Anhalt für 2022/2023
Die Fahrraddiebstahlraten in Sachsen-Anhalt zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 9043 Fälle registriert, wovon 1559 aufgeklärt werden konnten. Es gab insgesamt 792 Verdächtige, darunter 710 Männer, 82 Frauen und 102 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 sank die Zahl der registrierten Fälle auf 8571, wobei nur 791 Fälle aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen verringerte sich auf 673, wobei 600 Männer, 73 Frauen und 105 Nicht-Deutsche beteiligt waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 mit 62036 Fällen die meisten Fahrraddiebstähle in Deutschland.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 9.043 | 8.571 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 1.559 | 791 |
| Anzahl der Verdächtigen | 792 | 673 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 710 | 600 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 82 | 73 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 102 | 105 |
Quelle: Bundeskriminalamt








