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Niederndodeleben: Gruppe von Graffiti-Sprayern festgenommen

Einsatzkräfte der Bundespolizei haben fünf Tatverdächtige nach einer Graffiti-Aktion bei Niederndodeleben gestellt.

Foto: Depositphotos

Niederndodeleben (ost)

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, dem 11. Juni 2026, wurden von Einsatzkräften der Bundespolizei in der Nähe von Niederndodeleben fünf Verdächtige wegen Graffiti festgenommen. Während eines Überwachungsfluges erkannte die Besatzung eines Bundespolizeihubschraubers mehrere Personen, die eine Autobahnbrücke über einer Bahnstrecke großflächig besprühten. Nach einem schnellen Informationsaustausch zwischen Bundes- und Landespolizei wurden zahlreiche Einsatzkräfte in das Gebiet entsandt. Bei den folgenden Fahndungsmaßnahmen wurden fünf deutsche Verdächtige im Alter von 17 bis 29 Jahren in der Nähe des Tatortes entdeckt und vorläufig festgenommen. Die Täter hatten ein etwa 180 Quadratmeter großes Graffiti mit der Aufschrift „1965“ auf der Brücke angebracht. Während der Festnahmen stellten die Einsatzkräfte Farbrückstände an den Händen und der Kleidung der Verdächtigen fest. Außerdem wurden verschiedene Sprüh- und Malutensilien sowie ein Auto und zwei Fahrräder, die der Gruppe zugeordnet werden konnten, am Tatort gefunden.

Zur Durchführung der polizeilichen Maßnahmen und zur Gefahrenabwehr musste die unmittelbar angrenzende Bahnstrecke vorübergehend geschlossen werden. Die Auswirkungen auf den Bahnverkehr waren erheblich. Insgesamt 37 Züge hatten Verspätungen von insgesamt 4.638 Minuten. Die schnelle Identifizierung der Verdächtigen ist vor allem auf die enge Zusammenarbeit zwischen Bundes- und Landespolizei zurückzuführen. Durch den koordinierten Einsatz der beteiligten Kräfte und die Luftunterstützung konnten die fünf mutmaßlichen Täter während der Fahndungsmaßnahmen gefasst werden. Die Bundespolizei übernahm auch die erkennungsdienstliche Behandlung der Festgenommenen im Rahmen der Amtshilfe. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die Verdächtigen freigelassen. Die Ermittlungen wegen des Verdachts der Sachbeschädigung dauern an.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Sachsen-Anhalt für 2022/2023

Die Mordraten in Sachsen-Anhalt zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 72 Fälle registriert, wovon 66 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 84, wobei 78 männliche und 6 weibliche Verdächtige waren. 16 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 sank die Anzahl der gemeldeten Fälle auf 65, wovon 57 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 75, wobei 62 männliche und 13 weibliche Verdächtige waren. 22 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 72 65
Anzahl der aufgeklärten Fälle 66 57
Anzahl der Verdächtigen 84 75
Anzahl der männlichen Verdächtigen 78 62
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 6 13
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 16 22

Quelle: Bundeskriminalamt

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