Eine Jugendgruppe wurde beim Anbringen von Graffitis erwischt. Einer der Jugendlichen hatte Drogen und einen Polenböller bei sich.
Niederndodeleben: Schmiererei mit Drogen und Böllern

Niederndodeleben (ost)
Am Mittwoch, dem 18. März 2026 um 18:40 Uhr haben Sicherheitsmitarbeiter der Bahn die Bundespolizeiinspektion Magdeburg über eine Gruppe von Personen informiert, die gerade am Bahnhof Niederndodeleben mehrere Graffitis angebracht hatten. Sofort begab sich eine Streife der Bundespolizei zum Ort des Geschehens und traf dort auf die Bahnmitarbeiter und fünf Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren. Vor Ort wurden Schmierereien an Wartemodulen, Fahrplanvitrinen, einer Infotafel und einem Streugutbehälter in Form von bunten Tags festgestellt. Bei der Durchsuchung fand man bei einem 15-Jährigen mehrere Permanentmarker, Sprühköpfe, angebrochene Spraydosen und Stoffbeutel mit Farbrückständen. Eine 15-Jährige hatte einen nicht gekennzeichneten Polenböller dabei und ein 16-Jähriger wurde mit 6,9 Gramm vermutlichem Cannabis erwischt. Die Beweismittel wurden sichergestellt. Aufgrund ihres Minderjährigenstatus wurden die Erziehungsberechtigten aller Jugendlichen kontaktiert. Die beiden 16-Jährigen Zeugen und der mutmaßliche Drogenbesitzer wurden nach Absprache vor Ort freigelassen. Die 15-Jährige erhielt eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz und wurde in Anwesenheit eines Sorgeberechtigten belehrt und danach an diesen übergeben. Der Sprayer wurde zu Hause belehrt und übergeben. Gegen ihn wurde von der Bundespolizeiinspektion Magdeburg ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung eingeleitet.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Sachsen-Anhalt für 2022/2023
Die Drogenraten in Sachsen-Anhalt zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 9258 Fälle registriert, wovon 8623 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 7615, davon waren 6417 männlich und 1198 weiblich. 956 der Verdächtigen waren nicht-deutsch. Im Jahr 2023 wurden 8652 Fälle gemeldet, wovon 8055 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 7052, wobei 5949 männlich und 1103 weiblich waren. 1244 der Verdächtigen waren nicht-deutsch. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an gemeldeten Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 9.258 | 8.652 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 8.623 | 8.055 |
| Anzahl der Verdächtigen | 7.615 | 7.052 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 6.417 | 5.949 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.198 | 1.103 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 956 | 1.244 |
Quelle: Bundeskriminalamt








