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Notrufmissbrauch Bahnhof Görlitz: Tatverdächtiger gestellt

Die Bundespolizei wurde am Samstagabend über die Auslösung der Brandmeldeanlage informiert. Der polizeibekannte polnische Staatsangehörige verhielt sich aggressiv und wurde festgenommen.

Bundespolizei
Foto: Presseportal.de

Ludwigsdorf, Görlitz (ost)

Am Samstagabend (03.10.2026) um 23:07 Uhr erhielt die Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf die Information über die Aktivierung der Brandmeldeanlage am Bahnhof Görlitz.

Die Einsatzkräfte beeilten sich sofort zum Ort des Geschehens, um die Berufsfeuerwehr Görlitz zu unterstützen, die bereits im Einsatz war. Vor Ort konnten sie jedoch weder einen Brand noch einen anderen Auslösegrund feststellen.

Anstelle dessen trafen die Einsatzkräfte auf zwei Zeugen, die angaben, dass ein Mann zunächst mit zwei Büchern um sich schlug und dann absichtlich die Scheibe des Brandmelders einschlug, was den Alarm bewusst auslöste.

Der Mann war ein 43-jähriger polnischer Staatsangehöriger, der der Polizei bekannt war. Er erklärte, dass er die Polizei durch Auslösen des Brandmelders verständigen wollte, konnte jedoch keinen nachvollziehbaren Grund dafür nennen. Gegenüber den Einsatzkräften und der Feuerwehr verhielt er sich zunehmend aggressiv und spuckte um sich.

Die Beamten nahmen den Mann in Gewahrsam, legten ihm einen Spuckschutz an und brachten ihn zum Bundespolizeirevier Görlitz. Dort leiteten sie ein Ermittlungsverfahren wegen Missbrauchs von Notrufeinrichtungen, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs ein.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Mann wieder aus dem Gewahrsam entlassen.

Weitere Informationen über die Hintergründe könnte ein von den Zeugen aufgezeichnetes Video liefern. Alkohol war nachweislich nicht im Spiel: Der Atemalkoholtest war negativ.

Korrektur:

In der ersten Meldung stand Freitagabend. Richtig ist Samstagabend.

Quelle: Presseportal

nf24