Feuerwehr und Rettungsdienst wurden zu einer Kohlenmonoxidvergiftung in Prohlis alarmiert. Fünf Personen betroffen, alle ins Krankenhaus transportiert.
Striesen: Grillen in Innenräumen führt zu Kohlenmonoxidvergiftung

Dresden (ost)
Am 12. April 2026, von 22:26 Uhr bis 00:28 Uhr
Ort: Senftenberger Straße, Prohlis
Ein Notruf wegen einer vermuteten Kohlenmonoxidvergiftung in der Senftenberger Straße im Stadtteil Prohlis führte zur Alarmierung von Feuerwehr und Rettungsdienst. Auf dem Weg dorthin erhielten die Einsatzkräfte von der Integrierten Regionalleitstelle die Information, dass nach einem Familien-Grillen in einer Wohnung gesundheitliche Probleme aufgetreten waren. Es wurde festgestellt, dass ein Holzkohlegrill im Inneren verwendet wurde, was zu typischen Symptomen einer Kohlenmonoxidvergiftung führte, insbesondere Kopfschmerzen. Bei der Ankunft des Einsatzleitdienstes waren Rettungskräfte bereits vor Ort. Insgesamt wurden fünf betroffene Personen gefunden – drei Männer und zwei Frauen im Alter von 19 bis 44 Jahren.
Alle Betroffenen wurden von den Einsatzkräften mit einem speziellen CO-Messgerät untersucht. Erhöhte Kohlenmonoxidwerte im Blut wurden festgestellt. Basierend auf der medizinischen Beurteilung des Notarztes wurden alle fünf Personen zur weiteren Behandlung und Abklärung in Krankenhäuser transportiert. Zusätzliche Rettungswagen wurden angefordert, um einen schnellen Transport in die Kliniken zu ermöglichen. Die Verteilung auf geeignete Krankenhäuser wurde vom Organisatorischen Leiter Rettungsdienst durchgeführt. Insgesamt waren 10 Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswachen Striesen und Altstadt sowie der Rettungswache Reick im Einsatz.
Hintergrund: Auswirkungen von Kohlenmonoxid im Körper
Kohlenmonoxid (CO) ist ein farbloses, geruchloses und geschmackloses Gas, das vom Menschen nicht wahrgenommen wird. Kohlenmonoxid entsteht, wenn kohlenstoffhaltige Substanzen unvollständig verbrennen. Typische Quellen sind Holzkohlegrills, Kaminöfen, Gasthermen, Heizgeräte oder laufende Motoren in geschlossenen Räumen wie Garagen. Besonders gefährlich wird es, wenn diese Geräte in Innenräumen oder schlecht belüfteten Bereichen betrieben werden. Kohlenmonoxid bindet sich im Blut an den roten Blutfarbstoff Hämoglobin – stärker als Sauerstoff. Dadurch wird der Sauerstofftransport im Körper blockiert, was zu innerer Erstickung führt: Organe und Gewebe werden nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Besonders betroffen sind das Gehirn und das Herz. Schon bei relativ niedrigen Konzentrationen treten Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit auf. Mit zunehmender Belastung kann es zu Bewusstlosigkeit und lebensbedrohlichen Zuständen kommen. Das Tückische ist, dass die Symptome oft mit Verzögerung auftreten und nicht sofort mit der Ursache in Verbindung gebracht werden.
Die Feuerwehr Dresden warnt eindringlich davor, Holzkohlegrills oder andere offene Feuerstellen in geschlossenen Räumen zu verwenden. Es besteht akute Lebensgefahr.
Quelle: Presseportal








