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Wien: Haftbefehle vollstreckt durch Bundespolizei Dresden

Am vergangenen Wochenende vollstreckte die Bundespolizei Dresden fünf Haftbefehle, darunter Diebstahl, Bedrohung und Betäubungsmittelbesitz. Die meisten konnten durch Geldzahlung abgewendet werden, aber einige endeten in Haft.

Foto: Depositphotos

Dresden (ost)

Letztes Wochenende (06. bis 08. März 2026) haben Beamte der Bundespolizeiinspektion Dresden im Hauptbahnhof sowie in internationalen Zügen insgesamt fünf Haftbefehle vollstreckt. Die meisten Personen konnten ihre Haftstrafen durch Zahlung von Geldbußen vermeiden, aber für einen jungen Mann endete die Reise in der Justizvollzugsanstalt.

Am Samstagmorgen, dem 07.03.2026, wurde ein 31-jähriger bulgarischer Staatsbürger gegen 07:30 Uhr in der Kuppelhalle des Dresdner Hauptbahnhofs von einer Streife kontrolliert. Es stellte sich heraus, dass ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Dresden wegen Diebstahls mit Waffen vorlag. Da der Mann die geforderte Geldstrafe von 450,00 Euro zunächst nicht zahlen konnte, wurde er zur Wache gebracht. Erst als ein Bekannter die Summe gegen 09:10 Uhr vor Ort zahlte, konnte der 31-Jährige die Wache als freier Mann verlassen.

Früher am selben Tag, gegen 05:50 Uhr, wurde eine 47-jährige Ungarin im Nachtzug kurz nach der Einreise aus Tschechien kontrolliert. Gegen die Frau lagen drei Haftbefehle der Staatsanwaltschaft Gera wegen nicht bezahlter Geldbußen vor. Nach ihrer Ankunft am Hauptbahnhof Dresden zahlte sie die Gesamtsumme von 124,50 Euro und durfte ihre Reise fortsetzen.

Am späten Freitagabend (06.03.2026) wurde ein 35-jähriger Deutscher im Ausreisezug nach Wien von Beamten kontrolliert. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig suchte ihn wegen Bedrohung (Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen oder 90,00 Euro). Während der polizeilichen Maßnahmen gab der Mann freiwillig zu, Cannabis bei sich zu haben. Die Beamten stellten knapp 3,5 Gramm der Droge sicher und leiteten ein entsprechendes Ermittlungsverfahren ein. Die Geldstrafe aus dem Haftbefehl konnte er vor Ort bezahlen, woraufhin er gegen 23:10 Uhr entlassen wurde.

Ein 20-jähriger Tscheche hatte weniger Glück am Samstagnachmittag (07.03.2026). Er wurde im Railjet kontrolliert. Die Staatsanwaltschaft Dresden suchte ihn wegen unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln; zur Vollstreckung standen 484,50 Euro oder 20 Tage Haft aus. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten erneut Drogen: einen Joint sowie ein Tütchen mit einer weiß-braunen kristallinen Substanz. Da der junge Mann die Geldstrafe nicht bezahlen konnte, wurde er nach Abschluss der Maßnahmen in die Justizvollzugsanstalt Dresden eingeliefert.

Den Abschluss der Fahndungserfolge bildete am Sonntagvormittag (08.03.2026) die Kontrolle eines 20-jährigen Deutschen im Hauptbahnhof. Gegen ihn lag ein Haftbefehl des Amtsgerichts Emden wegen Nichterfüllung von Auflagen vor. Durch die Zahlung von 78,50 Euro konnte er die drohende Haft abwenden und seinen Weg nach einer knappen Stunde Bearbeitungszeit fortsetzen.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Sachsen für 2022/2023

Die Drogenraten in Sachsen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden insgesamt 13.353 Fälle registriert, wovon 11.994 gelöst werden konnten. Die Anzahl der Verdächtigen lag bei 10.753, wobei 9.174 männliche Verdächtige und 1.579 weibliche Verdächtige waren. 2.636 Verdächtige waren nicht deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 wurden 12.834 Fälle von Drogenkriminalität verzeichnet, wovon 11.702 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 10.321, darunter 8.806 Männer und 1.515 Frauen. 2.907 Verdächtige waren nicht deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 registrierten Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 13.353 12.834
Anzahl der aufgeklärten Fälle 11.994 11.702
Anzahl der Verdächtigen 10.753 10.321
Anzahl der männlichen Verdächtigen 9.174 8.806
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.579 1.515
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 2.636 2.907

Quelle: Bundeskriminalamt

nf24