Ein 17-Jähriger wurde festgenommen, nachdem er einem Jugendlichen das Handy mit einem Messer geraubt hatte. Der Täter wurde in eine Jugendanstalt gebracht.
17-Jähriger in Untersuchungshaft nach Raub in Kiel

Kiel (ost)
Gemeinsame Bekanntmachung von Staatsanwaltschaft Kiel und Polizeidirektion Kiel
Am Donnerstagmittag wurde ein Verdächtiger festgenommen, der zuvor in der Hamburger Chaussee einem Jugendlichen unter Vorhalt eines Messers das Handy gestohlen hatte. Der Jugendliche befindet sich in Untersuchungshaft. Die Bezirkskriminalinspektion Kiel hat die Ermittlungen aufgenommen.
Nach aktuellen Ermittlungen befand sich das Opfer letzten Donnerstag gegen 12:45 Uhr zusammen mit einer anderen männlichen Person an der Bushaltestelle Diesterstraße in der Hamburger Chaussee und tippte auf seinem Handy herum. In diesem Moment erschien eine männliche Person, sprach die beiden an und bedrohte sie. Unter Vorhalt eines Messers forderte der Mann die Herausgabe des Handys. Nachdem der 13-jährige Geschädigte dem Täter das Handy gegeben hatte, flüchtete dieser in Richtung Innenstadt.
Beamte des 3. Polizeireviers Kiel nahmen den jugendlichen Täter im Bereich Rondeel nach einer kurzen Fahndung fest und fanden bei ihm auch das zuvor gestohlene Handy und das Tatmesser. Er wurde in Polizeigewahrsam genommen und verbrachte dort die Nacht. Am Freitagmittag fand die Vorführung des jungen Mannes statt. Ein Richter des Amtsgerichts Kiel erließ Haftbefehl. Polizeikräfte brachten den Mann in eine Jugendanstalt.
Am Freitagmittag erstattete ein 20-jähriger Mann beim Kriminaldauerdienst Anzeige wegen schweren Raubes. Er gab an, dass er am 10.10. gegen 12:30 Uhr in der Hamburger Chaussee auf Höhe Nr. 137 war und seinen E-Scooter schob. Er kam ins Gespräch mit einem etwa gleichaltrigen Mann, der ihn ein Stück stadteinwärts begleitete. An der Einmündung Helgolandstraße bat der Mann um eine Probefahrt mit dem E-Scooter. Nach anfänglichem Zögern übergab der Geschädigte den Scooter an den Mann. Dieser machte eine kurze Fahrt, kehrte zurück, packte den Geschädigten am Kragen, zog ein Messer und forderte die Herausgabe des Scooters. Dabei führte er Stichbewegungen in Richtung des Geschädigten aus. Dann fuhr er mit dem Scooter in Richtung Helgolandstraße davon. Der Geschädigte konnte den Scooter ausschalten, sodass der Täter nicht weiterfahren konnte und zu Fuß floh. Nach Ermittlungen stellte sich heraus, dass es sich um denselben Täter handelte. Das Kommissariat 13 der BKI Kiel führt die Ermittlungen. Der 17-Jährige wird sich für beide Taten verantworten müssen.
Axel Bieler / Staatsanwaltschaft Kiel
Stephanie Lage / Polizeidirektion Kiel
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Schleswig-Holstein für 2021/2022
Die Raubüberfallraten in Schleswig-Holstein stiegen zwischen 2021 und 2022 an. Im Jahr 2021 wurden 963 Fälle registriert, während es im Jahr 2022 1194 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 654 im Jahr 2021 auf 749 im Jahr 2022. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 827 im Jahr 2021 auf 894 im Jahr 2022. Darunter waren 770 männliche und 57 weibliche Verdächtige im Jahr 2021, während es im Jahr 2022 793 männliche und 101 weibliche Verdächtige gab. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 253 im Jahr 2021 auf 310 im Jahr 2022. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die höchste Anzahl von Raubüberfällen in Deutschland mit 11270 Fällen.
| 2021 | 2022 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 963 | 1.194 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 654 | 749 |
| Anzahl der Verdächtigen | 827 | 894 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 770 | 793 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 57 | 101 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 253 | 310 |
Quelle: Bundeskriminalamt








