Eine Gruppe Jugendlicher überfiel einen Mann in Elmschenhagen und raubte ihn aus. Die Kriminalpolizei sucht Zeugen für den Vorfall.
240621.4 Kiel: Kriminalpolizei ermittelt nach schwerem Raub

Kiel (ost)
Am Donnerstagnachmittag wurde ein 40-jähriger Mann in Elmschenhagen von einer Gruppe Jugendlicher überfallen und beraubt. Die Ermittlungen werden von der Kriminalpolizei durchgeführt, die nach Zeuginnen und Zeugen sucht.
Der Mann gab an, dass er gegen 15:15 Uhr vom Tiroler Ring kommend in den Feldweg neben der Hermann-Löns-Schule gegangen sei und von dort in Richtung der Straße Wüstenfelde gelaufen sei. Dort traf er auf eine vierköpfige Jugendgruppe, die ihn unerwartet mit Fäusten und einem Baseballschläger angegriffen habe. Als er um Hilfe rief, flüchtete die Gruppe in Richtung des nahegelegenen Sportplatzes. Danach stellte er fest, dass sein Portemonnaie gestohlen worden war. Eine ärztliche Versorgung war nicht erforderlich.
Er beschrieb einen der Täter als etwa 16 Jahre alt, ca. 175cm groß und mit einer Zahnspange. Er soll mittelblondes Haar mit helleren Strähnen haben und mit einer schwarzen Hose, einem schwarzen T-Shirt und weißen Schuhen bekleidet gewesen sein. Er sprach mit einem leichten osteuropäischen Akzent, möglicherweise polnisch, und könnte Darius heißen.
Die anderen drei waren etwas jünger und sollen zwischen 170cm und 180cm groß sein. Alle hatten dunkles Haar und sprachen akzentfrei Deutsch. Weitere Informationen zur Beschreibung liegen derzeit nicht vor.
Das Kommissariat 13 der Kieler Kriminalpolizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen schweren Raubes eingeleitet. Personen, die die Gruppe bemerkt haben oder sie erkennen, werden gebeten, sich unter 0431 / 160 3333 mit der Polizei in Verbindung zu setzen.
Matthias Arends
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Schleswig-Holstein für 2021/2022
Die Raubüberfallraten in Schleswig-Holstein zwischen 2021 und 2022 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2021 wurden 963 Fälle registriert, während es im Jahr 2022 bereits 1194 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 654 im Jahr 2021 auf 749 im Jahr 2022. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 827 im Jahr 2021 auf 894 im Jahr 2022. Unter den Verdächtigen waren 770 Männer und 57 Frauen im Jahr 2021, während es 793 Männer und 101 Frauen im Jahr 2022 waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 253 im Jahr 2021 auf 310 im Jahr 2022. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die höchste Anzahl von Raubüberfällen in Deutschland mit 11270 Fällen.
| 2021 | 2022 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 963 | 1.194 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 654 | 749 |
| Anzahl der Verdächtigen | 827 | 894 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 770 | 793 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 57 | 101 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 253 | 310 |
Quelle: Bundeskriminalamt








