Heute kam es zu einem Raubdelikt in Mettenhof. Die Täter flüchteten nach einem Messerangriff mit erbeutetem Portemonnaie. Polizei sucht dringend Zeugen.
260115.2 Kiel: Raub mit Messer, Polizei sucht Zeugen

Kiel (ost)
Heute (15.01.26) gab es einen Raubüberfall im Bereich des Skandinaviendamms im Kieler Stadtteil Mettenhof. Zwei Verdächtige erbeuteten unter Vorhalt und Nutzung eines Messers ein Portemonnaie. Die Polizei sucht nun nach Zeugen.
Die Tat ereignete sich heute Morgen gegen 7:40 Uhr. Nach bisherigen Erkenntnissen befand sich der spätere Geschädigte auf dem Schulweg zum Thor-Heyerdahl-Gymnasium. Der geschädigte Schüler soll auf dem Weg zur Schule im Bereich Drammenweg, Skandinaviendamm, zwei männliche Personen wahrgenommen haben, die sich auf ihn zubewegten. Diese hätten den jungen Mann gestoppt und sollten Geld gefordert haben. Nachdem der Geschädigte nicht reagiert habe, solle der vor dem Geschädigten befindliche Tatverdächtige ein Messer hervorgezogen und mit diesem Schwingbewegungen in Richtung Brustbereich und Gesicht des Geschädigten ausgeführt haben. Anschließend sei ein Stich mit dem Messer in Richtung Oberschenkel des Geschädigten erfolgt. Der hinter dem Geschädigten stehende zweite Tatverdächtige habe dann die Geldbörse des Geschädigten aus dessen Hosentasche entwendet. Anschließend seien die Täter zu Fuß vom Tatort geflüchtet.
Die Täter wurden wie folgt beschrieben:
Täter 1: männlich; ca. 15-16 Jahre alt ;ca. 180 cm groß; braune Augen; schwarze Haare; schwarze Jogginghose, schwarzer Pulli, schwarze Schuhe, schwarzes Tuch im bzw. über das Gesicht als Maskierung; spricht Deutsch; bewaffnet mit Messer: wird beschrieben als Obstmesser, schwarzer Griff, silberne ca. 10-12 cm lange Klinge, einseitig geschliffen
Täter 2:
männlich; ca., 15-16 Jahre alt; ca. 174 cm groß; braune Augen; schwarze Haare;längere Augenbrauen; schwarze Kleidung; schwarzes Tuch bis zur Nase als Maskierung
Das Kommissariat 13 der Bezirkskriminalinspektion Kiel hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nach Zeuginnen und Zeugen.
Daher ist ab sofort das Hinweisportal der Landespolizei Schleswig-Holstein freigeschaltet, auf dem unter folgendem Link Videos, Fotos und Hinweise hochgeladen werden können: https://sh.hinweisportal.de/. Wir bitten insbesondere um Übermittlung von gefertigten Videos von dem Tatgeschehen. Hinweise können auch anonym geschehen.
Telefonische Hinweise nimmt die Polizei auch unter der Rufnummer 0431 / 160 3333 entgegen.
Babette Weiß, Polizeisprecherin Polizeidirektion Kiel
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Raubüberfallraten in Schleswig-Holstein stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 1194 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 1403 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 749 auf 956. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 894 auf 1101, wobei der Großteil männliche Verdächtige waren. Im Jahr 2023 gab es 1013 männliche und 88 weibliche Verdächtige. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg ebenfalls von 310 auf 427. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Raubüberfällen in Deutschland mit 12625 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 1.194 | 1.403 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 749 | 956 |
| Anzahl der Verdächtigen | 894 | 1.101 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 793 | 1.013 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 101 | 88 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 310 | 427 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Mordraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Anstieg. Im Jahr 2022 wurden 70 Fälle registriert, von denen 55 gelöst wurden. Es gab insgesamt 62 Verdächtige, wovon 56 männlich und 6 weiblich waren. 29 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der Mordfälle auf 74, wobei 66 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich auf 77, wovon 67 männlich und 10 weiblich waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen blieb mit 28 konstant. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70 | 74 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 55 | 66 |
| Anzahl der Verdächtigen | 62 | 77 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 56 | 67 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6 | 10 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 29 | 28 |
Quelle: Bundeskriminalamt








