Die Kriminalpolizei Kiel durchsuchte Wohnungen in NRW wegen Bandenbetrugsverdacht und stellte Beweismittel sicher. Mehrere Personen sollen 200.000 Euro durch vorgetäuschte Optimierungsleistungen erlangt haben.
260518.2 Kiel: Erfolgreiche Ermittlungen gegen Betrüger

Kiel (ost)
Letzten Dienstag (12.05.26) durchsuchte die Kriminalpolizei Kiel zwei Wohnungen in Nordrhein-Westfalen aufgrund des Verdachts auf Bandenbetrug und beschlagnahmte zahlreiche Beweismittel und Vermögenswerte.
Es gab umfangreiche Ermittlungen gegen mehrere Personen, die unter falscher Identität einer Frau aus Kiel rund 200.000 Euro durch vorgetäuschte Optimierungsleistungen für private Krankenversicherungen erlangt haben sollen.
Am vergangenen Dienstag vollstreckte das Kommissariat 14 der Bezirkskriminalinspektion Kiel einen Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts Kiel und durchsuchte die Wohnungen von zwei Beschuldigten. Diese und andere Personen werden des besonders schweren Betrugs verdächtigt.
Die spätere Geschädigte wollte die Leistungen ihrer privaten Krankenversicherung verbessern. Sie recherchierte im Internet und stieß auf eine Firma, die ähnliche Optimierungsleistungen versprach. Nach telefonischem Kontakt und überzeugenden Angeboten für Versicherungsverträge und Geldanlagen zahlte die Frau mehrmals über einen Zeitraum von etwa einem halben Jahr Geld an die Beschuldigten und übergab mehrmals Bargeld an den vermeintlichen Versicherungsvertreter. Die versprochenen Leistungen wurden nicht erbracht. Der Gesamtschaden beläuft sich auf etwa 200.000 Euro.
Das Kommissariat 14 der Bezirkskriminalinspektion Kiel identifizierte durch umfangreiche Ermittlungen mehrere Beschuldigte. Drei Männer im Alter von 25 und 34 Jahren haben die deutsche Staatsangehörigkeit. Ebenfalls verdächtig sind ein 23-jähriger Kosovare und ein 30-jähriger Türke.
Im Rahmen der laufenden Ermittlungen durchsuchten Einsatzkräfte am vergangenen Dienstag mehrere Objekte, darunter die Wohnung eines Beschuldigten. Dabei wurden verschiedene Beweismittel sichergestellt. Außerdem konnten Vermögenswerte gesichert werden.
Die Ermittlungen dauern weiterhin an.
Die Polizei empfiehlt in diesem Zusammenhang folgende Verhaltensweisen:
Mathias Stöwer / Polizeidirektion Kiel
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 2966 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 3254 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 815 im Jahr 2022 auf 935 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 814 relativ konstant, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 475 auf 542 anstieg und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 218 auf 272 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen sank von 137 auf 172. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 2.966 | 3.254 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 815 | 935 |
| Anzahl der Verdächtigen | 693 | 814 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 475 | 542 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 218 | 272 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 137 | 172 |
Quelle: Bundeskriminalamt








