Ein Mann wurde mit Drogen und Bargeld kontrolliert. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung wurden weitere Drogen gefunden, was zur Untersuchungshaft führte.
260604.2 Kiel: Drogenfund bei Personenkontrolle und Wohnungsdurchsuchung

Kiel (ost)
Gemeinsame Bekanntmachung der Staatsanwaltschaft Kiel und der Polizeidirektion Kiel
Am Dienstag (02.06.26) haben Beamte des 2. Polizeireviers am Hauptbahnhof Kiel einen Mann kontrolliert, der nicht nur Betäubungsmittel, sondern auch eine größere Menge Bargeld bei sich hatte. Bei der nachfolgenden Durchsuchung seiner Wohnung fanden die Beamten weitere Drogen. Der Verdächtige wurde in Untersuchungshaft genommen.
Am vergangenen Dienstag um 13:45 Uhr haben Beamte des 2. Polizeireviers vor dem Hauptbahnhof Kiel einen 50-jährigen Mann kontrolliert. Der Vorplatz des Bahnhofs liegt innerhalb einer Waffenverbotszone, was Anlass für Personenkontrollen in diesem Bereich gibt.
Während der Kontrolle entdeckten die Beamten verschiedene Konsumeinheiten unterschiedlicher Betäubungsmittel und eine Summe von unter 1000 Euro in typischer Aufteilung bei dem Mann und beschlagnahmten diese Gegenstände. Bei der anschließenden Durchsuchung der Wohnung des 50-jährigen Deutschen wurden etwa 24 g Heroin, 350 LSD-Trips, rund 420 g Haschisch, 60 g Ecstasy sowie Betäubungsmittel und ein Messer gefunden.
Die Beamten nahmen den dringend verdächtigen Mann vorläufig fest und brachten ihn in Gewahrsam.
Am nächsten Tag (03.06.2026) fand die Vorführung vor dem Amtsgericht Kiel statt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kiel erließ die zuständige Richterin einen Haftbefehl. Der Mann wurde inhaftiert.
Die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts des Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge mit Waffen werden vom Kommissariat 17 der Bezirkskriminalinspektion Kiel in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Kiel durchgeführt.
Michael Bimler / Staatsanwaltschaft Kiel Mathias Stöwer / Polizeidirektion Kiel
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Drogenraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 zeigen eine leichte Abnahme. Im Jahr 2022 wurden 10.944 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 10.838 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging von 9.931 auf 9.644 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank ebenfalls von 8.645 auf 8.326. Von den Verdächtigen waren 7.470 männlich und 1.175 weiblich. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1.664 auf 1.795. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 mit 73.917 die meisten aufgezeichneten Drogendelikte in Deutschland.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 10.944 | 10.838 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 9.931 | 9.644 |
| Anzahl der Verdächtigen | 8.645 | 8.326 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 7.470 | 7.225 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.175 | 1.101 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.664 | 1.795 |
Quelle: Bundeskriminalamt








