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A7 / Lottorf: Polizei zieht Fazit aus 24-Stunden-Kontrolle

Über 100 Beamte kontrollierten 800 Fahrzeuge auf der BAB 7. Zahlreiche Verstöße festgestellt, Schwerpunkt auf Schwerlastverkehr.

Foto: Depositphotos

A7 / Lottorf (ost)

Die Landespolizei Schleswig-Holstein führte unter der Leitung des Polizei-Autobahn- und Bezirksreviers (PABR) Nord eine 24-stündige Verkehrskontrolle auf der Bundesautobahn 7 in Fahrtrichtung Norden durch, die am Montag, den 20. April 2026, um 12:00 Uhr begann und am Dienstag, den 21. April 2026, um 12:00 Uhr endete. Der Kontrollort war der Parkplatz Lottorf.

Mehr als 100 Polizeibeamtinnen und -beamte aus dem gesamten Bundesland waren im Einsatz. Der Fokus lag auf dem gewerblichen Schwerlastverkehr, insbesondere auf technischen Mängeln und der Fahrtüchtigkeit der Fahrzeugführer.

Neben umfangreichen technischen Kontrollen vor Ort, die in einigen Fällen zur Untersagung der Weiterfahrt oder zur Vorführung bei zertifizierten Sachverständigen führten, wurden viele Verkehrsteilnehmer auf ihre Fahrtüchtigkeit überprüft.

Die Kontrollmaßnahmen begannen und endeten mit dem sogenannten „Pick-Up-Verfahren“. Dabei hielten Einsatzkräfte an geeigneten Stellen entlang der Autobahn gezielt Fahrzeuge aus dem fließenden Verkehr an.

In den Nachtstunden wurde die Autobahn durch die Autobahnmeisterei gesperrt und der Verkehr über den Parkplatz Lottorf umgeleitet. Das Technische Hilfswerk (THW) sorgte für die Beleuchtung des Kontrollorts sowie die Bereitstellung von Strom, Zelten und Verpflegung.

Insgesamt wurden etwa 800 Fahrzeuge überprüft. Dabei wurden zahlreiche Verstöße festgestellt:

7 Fälle von Fahren ohne Fahrerlaubnis (§ 21 StVG)

10 Fälle von Fahren unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln (§ 24a StVG)

46 Verstöße gegen das Fahrpersonalrecht

30 Verstöße im Bereich Ladungssicherung bzw. technische Mängel

70 weitere Straf- und Ordnungswidrigkeitenanzeigen

25 Untersagungen der Weiterfahrt

Zusätzlich kontrollierten Einsatzkräfte am Morgen ein Fahrzeug in Owschlag, bei dem eine große Menge Betäubungsmittel, Bargeld und Verpackungsmaterial gefunden wurden, die auf möglichen Drogenhandel hindeuten. Die weiteren Schritte werden in Absprache mit der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft unternommen.

Die Polizei zieht eine klare Bilanz: Die hohe Anzahl an festgestellten Verstößen zeigt die Notwendigkeit solcher umfangreichen Kontrollmaßnahmen. Das Ziel bleibt, die Verkehrssicherheit nachhaltig zu verbessern und insbesondere die Risiken im Schwerlastverkehr konsequent zu minimieren.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Schleswig-Holstein im Jahr 2023 zeigt insgesamt 32.794 Unfälle. Davon waren 3.356 Unfälle mit Personenschaden, was 10,23% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.230 Fälle aus, was 3,75% aller Unfälle entspricht. 292 Unfälle ereigneten sich unter dem Einfluss berauschender Mittel, was 0,89% ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 27.916 Fälle, was 85,13% aller Unfälle entspricht. Innerhalb der Ortslage gab es 2.829 Unfälle (8,63%), außerorts (ohne Autobahnen) 1.003 Unfälle (3,06%) und auf Autobahnen 400 Unfälle (1,22%). Insgesamt gab es 34 Getötete, 611 Schwerverletzte und 3.587 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 32.794
Unfälle mit Personenschaden 3.356
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 1.230
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 292
Übrige Sachschadensunfälle 27.916
Ortslage – innerorts 2.829
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 1.003
Ortslage – auf Autobahnen 400
Getötete 34
Schwerverletzte 611
Leichtverletzte 3.587

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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