Lesen Sie in unserem Live-Ticker die aktuellen Polizei- und Feuerwehrmeldungen aus Schleswig-Holstein vom 28.06.2026
Aktuelle Blaulichtmeldungen am 28.06.2026 in Schleswig-Holstein

Der Liveticker wird ständig aktualisiert.
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FW-Kiel: Einsatzmeldung | Küchenbrand in einem Mehrfamilienhaus
Kiel (ost)
Ein Feuer in der Küche eines Mehrfamilienhauses in Kiel-Wellingdorf führte um 21:45 Uhr zu einem Feuerwehreinsatz. Verschiedene Anrufer meldeten das Feuer in einer Wohnung im 1. Stock.
Ursprünglich wurde berichtet, dass sich noch Personen im Gebäude befinden. Beim Eintreffen der Feuerwehr stellte sich jedoch heraus, dass dies nicht der Fall war. Nur eine Person befand sich auf einem Balkon im 2. Stock. Die Feuerwehr kümmerte sich um sie, da aufgrund der Entfernung des Balkons vom Feuer keine akute Gefahr bestand.
Die Feuerwehr konnte das Feuer innerhalb kurzer Zeit löschen. Anschließend wurde der Rauch durch gezielte Belüftung aus der betroffenen Wohnung und dem Gebäude entfernt.
Sechs Bewohner wurden vom Rettungsdienst überprüft. Eine Person wurde zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus in Kiel gebracht.
Folgende Einsatzkräfte waren im Einsatz:
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Landeshauptstadt Kiel
Amt für Brandschutz, Rettungsdienst, Katastrophen- und Zivilschutz
Telefon: 0431 / 5905 - 0
Telefax: 0431 / 5905 - 147
Mail: amt13medienanfragen@kiel.de (kein 24/7 Monitoring)
Web: https://kiel.de/feuerwehr
FW-LFVSH: Nachwuchs-Feuerwehrleute trotzen beim 19. Aktionstag im HANSA-PARK den heißen Temperaturen
Kiel (ost)
Schleswig-Holstein/Sierksdorf - Bei hochsommerlichen Temperaturen waren am Samstag (27. Juni 2026) rund 1.600 Jugendfeuerwehrmitglieder sowie ihre Betreuerinnen und Betreuer aus ganz Schleswig-Holstein wieder zu Gast im HANSA-PARK. Der Aktionstag der Schleswig-Holsteinischen Jugendfeuerwehren im Freizeitpark in Sierksdorf (Ostholstein) ist eine seit vielen Jahren beliebte Tradition, die nun bereits zum 19. Mal stattfand.
Die Bedingungen hätten sommerlicher kaum sein können. Strahlender Sonnenschein und Temperaturen deutlich über 30 Grad sorgten dafür, dass die Wasserattraktionen besonders gefragt waren. Das kühle Nass der Wasserrutschen bot eine willkommene Erfrischung, während der Fahrtwind auf den Achterbahnen für angenehme Abkühlung sorgte.
Aufgrund der angekündigten Temperaturen hatten sich im Vorfeld allerdings einige Jugendfeuerwehren entschieden, ihre Teilnahme kurzfristig abzusagen. Ursprünglich waren rund 3.000 Jugendfeuerwehrmitglieder und Betreuende für den Aktionstag angemeldet. Gemeinsam mit dem HANSA-PARK hatte die Schleswig-Holsteinische Jugendfeuerwehr bereits im Vorfeld verschiedene Maßnahmen ergriffen, um den Tag für alle Teilnehmenden möglichst sicher zu gestalten. So wurden die Jugendfeuerwehren frühzeitig über die zu erwartende Wetterlage informiert und gebeten, auf ausreichendes Trinken, Sonnenschutz und regelmäßige Pausen im Schatten zu achten. Außerdem konnte auf das Tragen der Jugendfeuerwehr-Dienstkleidung verzichtet werden, stattdessen war leichte, dem Wetter angepasste Kleidung ausdrücklich erwünscht. Gleichzeitig wurde gegenüber den Jugendfeuerwehren deutlich kommuniziert, dass die Teilnahme freiwillig ist und jede Jugendfeuerwehr eigenverantwortlich entscheiden sollte, ob die Anreise und Teilnahme unter den vorhergesagten Wetterbedingungen vertretbar ist. Eine kurzfristige Absage war selbstverständlich jederzeit möglich.
Zusätzlich richtete der HANSA-PARK kurzfristig eine zentrale Trinkwasserstation ein, an der sich die Jugendlichen und ihre Betreuerinnen und Betreuer den gesamten Tag über kostenlos mit Wasser versorgen konnten. "Dass der HANSA-PARK die Trinkstation so kurzfristig und völlig unkompliziert eingerichtet hat, war eine enorme Hilfe. Für diese Unterstützung sind wir sehr dankbar und sie unterstreicht einmal mehr die gute Partnerschaft zwischen dem Park und der Jugendfeuerwehr. Das Wasser-Angebot wurde von den Jugendlichen sehr gut angenommen und hat einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, dass alle gut durch den heißen Tag gekommen sind", sagte Landesjugendfeuerwehrwart Rüdiger König. Besonders freue er sich über die zahlreichen positiven Rückmeldungen der teilnehmenden Jugendfeuerwehren. Viele hätten berichtet, dass sie den diesjährigen Aktionstag besonders gelungen fanden, weil es an den Attraktionen kaum Wartezeiten gegeben habe.
Die Landesjugendfeuerwehrleitung nutzte den Tag für den direkten Austausch mit den Jugendfeuerwehren. Rüdiger König, sein Stellvertreter Thorsten Weber sowie Jugendbildungsreferent Kay Szyba suchten das Gespräch mit den Jugendlichen und ihren Begleitungen, nahmen Anregungen auf und informierten sich über aktuelle Themen und Entwicklungen in den Jugendfeuerwehren vor Ort.
Blick in die Zukunft: Doppeltes Jubiläum im Jahr 2027
Nach dem Aktionstag ist vor dem Aktionstag: Kaum ist der 19. Jugendfeuerwehrtag im HANSA-PARK beendet, richtet sich der Blick bereits auf das kommende Jahr. Dann es gibt gleich doppelten Grund zum Feiern: Der HANSA-PARK feiert sein 50-jähriges Jubiläum und die Schleswig-Holsteinische Jugendfeuerwehr veranstaltet ihren 20. Aktionstag in Deutschlands einzigem Erlebnispark am Meer. Die ersten Vorbereitungen für dieses besondere Doppeljubiläum haben bereits begonnen und es darf sich schon jetzt auf einen besonderen Jugendfeuerwehr-Aktionstag 2027 gefreut werden.
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Medien-Rückfragen bitte an:
Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein
Mareike Dahms
Telefon: 0431 / 2000 82-16
E-Mail: m.dahms@lfv-sh.de
http://www.lfv-sh.de
FW-RD: Einsatzreiches und herausforderndes Wochenende für die Feuerwehren im Kreis Rendsburg-Eckernförde
Rendsburg (ost)
Rendsburg-Eckernförde, 28. Juni 2026 - Ein sehr arbeitsreiches und aufgrund der sommerlichen Temperaturen besonders belastendes Wochenende haben die Feuerwehren im Kreis Rendsburg-Eckernförde hinter sich. Verschiedene größere Brände sowie zahlreiche wetterbedingte Einsätze stellten die Einsatzkräfte von Samstag bis Sonntag vor große Herausforderungen.
Feuer im Dachgeschoss in Borgstedt
Am Samstagmittag (27. Juni) wurden die Feuerwehren gegen 12:00 Uhr zu einem Brand im Dachgeschoss eines Einfamilienhauses in Borgstedt gerufen. Bei Ankunft der ersten Kräfte bestätigte sich die gemeldete Situation.
Aufgrund einer Außentemperatur von etwa 36 Grad Celsius waren die Löscharbeiten für die rund 100 Einsatzkräfte eine enorme körperliche Herausforderung. Besonders die Atemschutzgeräteträger waren neben ihrer persönlichen Schutzausrüstung durch die Atemschutztechnik und die intensive Wärmestrahlung des Brandes erheblich belastet.
Ein im Gebäude befindlicher Hund konnte von der Feuerwehr unverletzt gerettet werden. Die Bewohner waren zum Zeitpunkt des Brandes nicht zu Hause.
Beteiligt waren die Feuerwehren Borgstedt, Bünsdorf, Holzbunge, Sehestedt und Büdelsdorf sowie der Löschzug Gefahrgut, Amtswehrführer und Kreiswehrführer.
Die Kriminalpolizei hat den Brandort sichergestellt und die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Es gab keine Verletzten.
Großbrand auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Brammer
Nur wenige Stunden später, gegen 14:54 Uhr, wurden die Feuerwehren Brammer, Bokel, Nortorf, Oldenhütten, Bargstedt und Bordesholm zu einem Großbrand auf einem landwirtschaftlichen Betrieb gerufen. Bei Ankunft stand eine Lagerhalle von etwa 50 × 100 Metern in Flammen. In der Halle befanden sich Strohballen und landwirtschaftliche Maschinen.
Dank des schnellen und koordinierten Einsatzes gelang es den Feuerwehrkräften, ein Übergreifen der Flammen auf angrenzende Stall- und Wirtschaftsgebäude zu verhindern. Dadurch konnten unter anderem die dort untergebrachten Kühe und Kälber geschützt werden.
Die Feuerwehr Bordesholm war auf dem Rückweg von einer Feuerwehrveranstaltung des Amtes Hüttener Berge, als der Alarm einging. Auf Anforderung der Integrierten Regionalleitstelle Kiel übernahm die Besatzung mit ihrem wasserführenden Fahrzeug sofort einen Einsatz und unterstützte die bereits eingesetzten Kräfte.
Die umfangreichen Nachlöscharbeiten dauerten bis in die Abendstunden an. Mit einem Bagger mussten zahlreiche Strohballen aus der Halle ins Freie gebracht und dort einzeln gelöscht werden. Auch hier hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Es gab keine Verletzten.
Gewitter führt zu zahlreichen Einsätzen zur Hilfeleistung Eine kurze, aber heftige Gewitterzelle führte am Samstagnachmittag ab etwa 15:00 Uhr zu insgesamt 19 wetterbedingten Einsätzen der Feuerwehr Osterrönfeld.
Hauptsächlich mussten umgestürzte oder abgebrochene Äste beseitigt werden, die Straßen und Gehwege blockierten oder eine Gefahr für Verkehrsteilnehmer darstellten. Ein Baum stürzte unter anderem auf ein geparktes Auto. Dabei wurde niemand verletzt. Die Einsätze konnten gegen 19:30 Uhr abgeschlossen werden.
Schnelles Eingreifen bei einem Dachstuhlbrand in Bredenbek
Am frühen Sonntagmorgen wurden die Feuerwehren Bredenbek und Krummwisch mit dem Einsatzstichwort FEU G - Feuer größer als Standard zu einem Dachstuhlbrand in Bredenbek gerufen.
Dank des schnellen Eingreifens konnte eine Ausbreitung des Brandes verhindert werden. Gemeinsam mit der Teleskopmastbühne der Feuerwehr Rendsburg wurde der betroffene Dachbereich geöffnet, um verbliebene Glutnester gezielt zu löschen.
Der Einsatz konnte gegen 06:00 Uhr beendet werden. Es gab keine Verletzten.
Historisches Reetdachhaus im Freilichtmuseum vollständig zerstört Bereits um 04:29 Uhr wurden die Feuerwehren Molfsee, Mielkendorf, Böhnhusen, Flintbek und Rumohr gemeinsam mit dem Löschzug Gefahrgut sowie der Technischen Einsatzleitung des Kreises Rendsburg-Eckernförde mit dem Einsatzstichwort FEU 2 zum Freilichtmuseum gerufen.
Bei Ankunft stand ein historisches Reetdachhaus bereits in Vollbrand. Es handelte sich um das denkmalgeschützte Haus Andresen aus Bergenhusen.
Durch einen massiven Löschangriff gelang es den rund 100 eingesetzten Feuerwehrkräften, die angrenzenden Gebäude erfolgreich vor den Flammen zu schützen. Das historische Gebäude selbst konnte jedoch nicht gerettet werden.
Die Nachlöscharbeiten dauerten bis in die Mittagsstunden an. Mit einem Bagger wurden Glutnester freigelegt und anschließend vollständig gelöscht.
Die Kriminalpolizei hat den Brandort sichergestellt und die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Es gab keine Verletzten.
Hohe Einsatzbelastung im gesamten Kreisgebiet Nach Angaben der Integrierten Regionalleitstelle Kiel wurden im Zeitraum von Samstag, 27. Juni 2026, 18:00 Uhr bis Sonntag, 28. Juni 2026, 14:00 Uhr insgesamt 102 Feuerwehreinsätze im Kreis Rendsburg-Eckernförde verzeichnet.
Ein Schwerpunkt der Einsätze lag in den Bereichen der Ämter Schlei-Ostsee und Dänischer Wohld. Gleichzeitig kam es jedoch im gesamten Kreisgebiet weiterhin zu Alarmierungen, so dass die Zahl der Einsätze im Laufe des Tages weiter stieg.
Der Kreisfeuerwehrverband Rendsburg-Eckernförde bedankt sich ausdrücklich bei allen ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern sowie den weiteren beteiligten Organisationen für ihren engagierten Einsatz unter teils extremen Bedingungen. Insbesondere die hohen Temperaturen stellten für alle Einsatzkräfte eine zusätzliche körperliche Belastung dar. Dank des professionellen Zusammenwirkens aller beteiligten Feuerwehren konnten Menschen und Tiere geschützt sowie in mehreren Einsatzlagen eine weitere Brandausbreitung verhindert werden.
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Kreisfeuerwehrverband Rendsburg-Eckernförde
Daniel Passig
Mobil: 0171 60 17 609
E-Mail: passig@kfv-rdeck.de
BPOL-KI: Abschlussmeldung Kieler Woche 2026
Kiel (ost)
Gemeinsame Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Kiel und der Polizeidirektion Kiel
Mit dem heutigen Sonntag endet die 132. Kieler Woche. Rund drei Millionen Besucherinnen und Besucher feierten friedlich auf den Veranstaltungsflächen und entlang der Förde. Die Polizeidirektion Kiel und die Bundespolizeiinspektion Kiel ziehen eine positive Gesamtbilanz. Optimierte Einsatz- und Sicherheitskonzepte haben dazu beigetragen, dass die Kieler Woche 2026 sicher verlief.
Bilanz in Zahlen
Das zweite Mal in Folge registrierte die Landespolizei weniger Straftaten als in den Vorjahren im Bereich der Veranstaltungsflächen. Obwohl rund drei Millionen Gäste die zehntägige Veranstaltung besuchten, wurden bislang lediglich 283 Straftaten bekannt. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag die Zahl der Delikte mit 356 Taten auf einem höheren Niveau, im Jahr 2024 lag sie bei 365. Gemessen an der Besucherzahl bewegt sich das Straftatenaufkommen weiterhin auf einem niedrigen Niveau.
Den größten Anteil davon machten mit 107 (2025: 115) die Rohheitsdelikte aus, bei denen es sich überwiegend um Körperverletzungen (101) handelte. Raubstraftaten gab es lediglich 2 an der Zahl (Vorjahr 10). Bei den 9 (Vorjahr 10) bekannt gewordenen Sexualdelikten handelte es sich ganz überwiegend um sexuelle Belästigungen verbaler Art oder unerwünschte Berührungen. Es kam lediglich zu 13 registrierten Taschendiebstählen.
Zu größeren Auseinandersetzungen beziehungsweise Taten, bei denen Personen schwere Verletzungen erlitten, kam es nach bisherigen Erkenntnissen nicht.
Von Freitag, 19.05.26 bis Sonntag, 28.06.26, 06:00 Uhr fielen im bundespolizeilichen Zuständigkeitsbereich (Hauptbahnhof und Hafenanlagen) ca. 6400 polizeiliche Maßnahmen an (2025: ca. 4800). Hierbei handelte es sich überwiegend um Identitätsfeststellungen 1699 und präventive Durchsuchungen 1593, Gefährderansprachen 1287 und Kontrollen im Rahmen der erlassenen Allgemeinverfügung (AGV) an den Wochenenden 1287. Diese Allgemeinverfügung erweitert die bereits bestehenden Mitführverbote von Waffen und Messern im öffentlichen Personenverkehr um sogenannte gefährliche Gegenstände, wie Küchenmesser, Reizstoffsprühgeräte, Scheren,Schraubendreher, etc.
Das Straftatenaufkommen zog zum Veranstaltungsende hin mit 81 Delikten etwas an und verdoppelte sich knapp zum Vorjahresniveau (2025:48). Hierzu zählten im Schwerpunkt die Deliktsarten: Körperverletzungen 16 (8), Widerstände/ tätliche Angriffe gegen Bundespolizeibeamte 8 (4), Diebstähle 11 (8) und Beleidigungen 5 (5). Die Qualität und Ausprägung der jeweiligen Delikte sind jedoch vergleichsweise gering. Ein hoher Alkoholisierungsgrad war hierbei des Öfteren zu verzeichnen. Ebenso vereinten einzelne Personen gleich mehrere Delikte auf sich (z. B. Widerstand, Beleidigung,Körperverletzung). Die Bundespolizeiinspektion Kiel verzeichnete in ihrem Zuständigkeitsbereich auch zum Ende der Kieler Woche 2026 einen weitgehend friedlichen Verlauf mit fröhlich feiernden Besucherinnen und Besuchern. Ein großer Teil des Millionenpublikums nutzte das Verkehrsmittel Bahn zur An-und Abreise. Auch am finalen Wochenende waren täglich wieder weit über 100 Bundespolizistinnen und -polizisten im bahnpolizeilichen Einsatz. Die Bundespolizeiinspektion Kiel wurde zum großen Teil durch Einsatzkräfte der Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt, der Bundespolizeiabteilung Ratzeburg und durch Diensthundeführer unterstützt.
Die Auslastung der Züge und Lenkung der Reisendenströme stellte sich grundsätzlich problemlos dar. Auch wenn Züge an den Wochenenden in Spitzenzeiten teilweise zu 200% ausgelastet waren, kam es zu keinen nennenswerten Zwischenfällen. Abfahrtmöglichkeiten im Halbstundentakt, insbesondere Richtung Hamburg, trugen dazu bei. Kurzfristige Absperrungen von Bahnsteigen waren nur am Holstenbummel erforderlich, da die Kapazitäten der Bahnsteige erschöpft waren. Durch das überwiegend besonnene und verständnisvolle Verhalten der Reisenden und die schnelle Bereitstellung von Schienenersatzverkehr und Sammeltaxen, stellte auch der Ausfall des Bahnfunks am späten Dienstagabend kein größeres Problem dar. Am zweiten Samstag konnte eine ungewöhnlich späte Anreise zur Kieler Woche verzeichnet werden, die mutmaßlich auf die tropisch heißen Temperaturen zurückzuführen ist.
Kein Ort für Messer - Klare Kante gegen Klinge Gewalt- und Rohheitsdelikte mit Waffen, Messern oder gefährlichen Gegenstände, aber auch schon das bloße Mitführen, sind deutlich im polizeilichen Alltag präsent und beeinflussen die Sicherheit von der Bürgerinnen und Bürger. Die Einsatzkräfte der Landespolizei haben zum Teil gemeinsam mit Kräften der Stadt Kiel, dem Kommunalen Ordnungsdienst, an allen Veranstaltungstagen rund 350 Personen bezüglich des Mitführens von Messern kontrolliert und lediglich vier Verstöße gegen das Waffengesetz registriert. Das ist erneut ein sehr erfreuliches Ergebnis.
Die hohe Kontrollzahl im Verhältnis zu den festgestellten Verstößen lässt erkennen, dass die erlassene Allgemeinverfügung in Kombination mit der Landesverordnung S.-H. zum Mitführverbot von Waffen und Messern im ÖPNV sowie dem Mitführverbot von Waffen und Messern im ÖPFV gem. § 42b WaffG Wirkung zeigt.
Die Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt hat an beiden Wochenenden der Kieler Woche für den Kieler Bahnhof eine Allgemeinverfügung erlassen. "Ziel war es auch in diesem Jahr wieder, auffälliges Verhalten schon im Ansatz mit Gefährderansprachen zu begegnen und somit Straftaten und Ordnungswidrigkeiten zu verhinden. Die konsequenten Personenkontrollen u. a. auch im Rahmen der erlassenen Allgemeinverfügung zum Mitführverbot von gefährlichen Gegenständen unterstützten hierbei erfolgreich", so der Leiter der Bundespolizeiinspektion Kiel, Sven-Lars Marienfeld. 1287 (899) Personen wurden aufgrund ihres Verhaltens ermahnt und bei 1546 (894) Personenkontrollen wurden insgesamt 27 (30) Verstöße festgestellt und mit Folgemaßnahmen belegt. Den Schwerpunkt bildeten Messer aller Art und Reizstoffsprühgeräte. Aber auch ein verbotener Schlagring wurde festgestellt und zur Anzeige gebracht.
Verkehrskontrollen der Landespolizei im Umfeld der Veranstaltungsflächen Die Einsatzkräfte führten während der Kieler Woche diverse Verkehrskontrollen durch. Sie unterzogen mehr als 260 Fahrzeugführerinnen und -führern einer Verkehrskontrolle. Ein Schwerpunkt lag auf der Überprüfung der Fahrtauglichkeit von Nutzerinnen und Nutzern sogenannter E-Scooter (Elektrokleinstfahrzeuge). Hier stellten Einsatzkräfte besonders im Verlauf der ersten Hälfte der Kieler Woche eine hohe Anzahl an Verstößen fest. Insgesamt 14 der E-Scooter-Fahrer standen unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen. In drei dieser Fälle kam es zudem zu Unfällen. Der Spitzenwert lag bei 1,89 Promille. Darüber hinaus verunfallten zwei Nutzer von Elektrokleinstfahrzeugen, ohne unter dem Einfluss von Drogen- Alkohol- oder Medikamenten gestanden zu haben.
Zudem kontrollierten die Kolleginnen und Kollegen eine Radfahrerin, die mit 2,44 Promille im Bereich der Brunswiker Straße auf dem Heimweg von der Kieler Woche nach Hause unterwegs war. Ein Arzt entnahm ihr im Anschluss eine Blutprobe. Sie wird sich in einem Strafverfahren verantworten müssen.
Zweimal kam es zu Verkehrsunfällen mit Pkw-Fahrern, die ebenfalls unter dem Einfluss von Alkohol am Straßenverkehr teilnahmen. In zwei weiteren Fällen blieb es bei folgenlosen Trunkenheitsfahrten. Hier lag der Spitzenwert bei 2,79 Promille. Auch hier leiteten die Kräfte entsprechende Strafanzeigen ein. In allen Fällen verletzten sich die Verkehrsteilnehmer glücklicherweise nur leicht.
Auch wasserseitig kontrollierten unsere Kolleginnen und Kollegen der Wasserschutzpolizei den Schiffsverkehr. Freitag fiel den Einsatzkräften ein Motorboot auf, welches von Wendtorf in die Kieler Förde fuhr. Der Bootsführer ankerte im Fahrwasser direkt vor dem Dienstgebäude der Wasserschutzpolizei an der Kiellinie. Nachdem die Kräfte den 23-jährigen Mann auf sein Fehlverhalten hingewiesen hatten, stellten sie einen süßlichen Geruch fest. Im Rahmen der Kontrolle unterzogen sie dem Mann einem Drogenvortest, der positiv auf THC (Cannabis) reagierte. Ein Arzt entnahm dem 23-Jährigen eine Blutprobe. Die Beamtinnen und Beamten leiteten eine Ordnungswidrigkeitenanzeige ein.
Veranstaltungsverlauf
Eine besondere Herausforderung stellte in diesem Jahr die außergewöhnliche Hitze dar. Neben der klassischen Polizeiarbeit gehörte deshalb auch das Kümmern und Helfen vielerorts zum Einsatzalltag.
Einsatzschwerpunkte waren die Kiellinie sowie der Innenstadtbereich. Haupteinsatztage waren einerseits der erste Freitag mit dem Soundcheck sowie der Freitag am zweiten Kieler Woche Wochenende. In vier Fällen (2025:11) kam es zum Widerstand gegen Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte.
Die Einsatzkräfte sprachen gegenüber 90 Personen (Vorjahr 63), die sich aggressiv oder störend verhielten, Platzverweise aus. Zehn Personen kamen aus gefahrenabwehrenden Gründen ins Polizeigewahrsam, weil sie mindestens uneinsichtig waren.
Die Zahl der polizeilich bekannt gewordenen alkoholbedingten hilflosen Personen ist im Vergleich zu 2024 und 2025 weiterhin stark gesunken. Drei Personen kamen zur Ausnüchterung in Gewahrsam. Die geringe Anzahl ist dem im vorletzten Jahr eingeführten Konzept der Behandlungsplätze vor Ort, den so genannten "Liegeplätzen," zu verdanken.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landeshauptstadt Kiel kontrollierten auch in diesem Jahr gemeinsam mit der Polizei Kinder und Jugendliche auf der Kieler Woche. Die Jugendschutzstreifen sprachen diese gezielt auf ihren Alkohol- und Zigarettenkonsum an. Besondere Auffälligkeiten gab es in Bezug auf Alkohol nicht.
Samstag Mittag kam es zu einem Zwischenfall auf einem Segelboot, welches an der Reventloubrücke festgemacht hatte. Eine unsachgemäß gewartete Rettungsinsel explodierte an Bord des Segelschiffes, umherfliegende Teile beschädigten zwei Veranstaltungsbuden im Bereich der Kiellinie. Verletzte gab es glücklicherweise nicht. Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr sperrten den Bereich weiträumig ab und fertigten eine Strafanzeige wegen einer fahrlässigen Gefährdung des Schiffsverkehrs.
Resümee
Das polizeiliche Einsatzkonzept in Verbindung mit dem Sicherheitskonzept der Landeshauptstadt Kiel und der positiven Stimmung der Besucherinnen und Besucher sorgten für ein großartiges und entspanntes Sommer- und Segelfest. Die Rückmeldungen der Besucherinnen und Besucher sowie der eingesetzten Kräfte zeigen, dass die hohe Polizeipräsenz, die intensiven Präventionsmaßnahmen und das Einsatz- und Sicherheitskonzept auf breite Akzeptanz gestoßen sind. Das gemeinsame Ziel aller Beteiligten, den Menschen eine fröhliche, sichere und unbeschwerte Kieler Woche zu ermöglichen, wurde erreicht.
"Eine Kieler Woche dieser Größenordnung ist nur möglich, weil viele Menschen Hand in Hand arbeiten. Mein besonderer Dank gilt allen Einsatzkräften, die bei teils großer Hitze mit hoher Professionalität, Augenmaß und großem Engagement für die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher gesorgt haben. Gleichzeitig danke ich den Millionen Gästen, die unsere Maßnahmen überwiegend mit Verständnis begleitet und durch ihr verantwortungsbewusstes Verhalten ihren Teil zu einer friedlichen Kieler Woche beigetragen haben" so der leitende Kriminaldirektor Mathias Engelmann, Leiter der Polizeidirektion Kiel.
* Alle genannten Zahlen beziehen sich auf den Zeitraum von Freitag, 19.06.26, 12:00 Uhr, bis Sonntag, 28.06.26, 06:00 Uhr. Es handelt sich um vorläufige Zahlen, die sich durch spätere Anzeigen erfahrungsgemäß noch leicht erhöhen können. Aufgrund dessen sind die genannten Zahlen aus dem Jahr 2025 etwas höher als in der Abschlussbilanz 2025 angegeben.
Stephanie Lage / Polizeidirektion Kiel
André Fischer / Bundespolizeiinspektion Kiel
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Bundespolizeiinspektion Kiel
Pressestelle
André Fischer
Telefon: 0431/ 980 71 - 119
E-Mail: presse.kiel@polizei.bund.de
www.bundespolizei.de
Twitter: @bpol_kueste
Die Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt gewährleistet als
Bundesbehörde die Wahrnehmung ihrer
übertragenen Aufgaben in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern
sowie auf Nord- und
Ostsee. Etwa 2.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter
Polizei- und Verwaltungsbeamte
sowie Angestellte, sorgen auf Grundlage des Bundespolizeigesetzes und
weiterer Rechtsvorschriften
im Rahmen der Gefahrenabwehr und Strafverfolgung für Sicherheit an
den Grenzen, auf
Bahnanlagen und auf See.
Die nachgeordneten Bundespolizeiinspektionen in Flensburg, Kiel,
Rostock, Stralsund und Pasewalk
sowie die Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Rostock und
die Kräfte der Mobilen
Kontroll- und Überwachungseinheit sind 24/7 im Einsatz. Mit den
Bundespolizeiinspektionen See in
Neustadt in Holstein, Warnemünde und Cuxhaven sowie der maritimen
Kriminalitätsbekämpfung im
Direktionsbereich See und einem eigenen Maritimen Schulungs- und
Trainingszentrum, verfügt die
Bundepolizeidirektion Bad Bramstedt bundesweit einzigartig über eine
maritime Einsatzkomponente.
Die Bundespolizei See schützt und überwacht Tag und Nacht die
Seegrenze (EU-Außengrenze),
maritime kritische Infrastruktur, den Seeverkehr auf Nord- und Ostsee
mit modernen und
leistungsfähigen Einsatzschiffen und -booten.
Weitere Informationen zur Bundespolizei und zur
Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt erhalten Sie
unter www.bundespolizei.de.
POL-KI: 260628.1 Kiel: Abschlussmeldung Kieler Woche 2026
Kiel (ost)
Gemeinsame Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Kiel und der Polizeidirektion Kiel
Mit dem heutigen Sonntag endet die 132. Kieler Woche. Rund drei Millionen Besucherinnen und Besucher feierten friedlich auf den Veranstaltungsflächen und entlang der Förde. Die Polizeidirektion Kiel und die Bundespolizeiinspektion Kiel ziehen eine positive Gesamtbilanz. Optimierte Einsatz- und Sicherheitskonzepte haben dazu beigetragen, dass die Kieler Woche 2026 sicher verlief.
Bilanz in Zahlen
Das zweite Mal in Folge registrierte die Landespolizei weniger Straftaten als in den Vorjahren im Bereich der Veranstaltungsflächen. Obwohl rund drei Millionen Gäste die zehntägige Veranstaltung besuchten, wurden bislang lediglich 283 Straftaten bekannt. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag die Zahl der Delikte mit 356 Taten auf einem höheren Niveau, im Jahr 2024 lag sie bei 365. Gemessen an der Besucherzahl bewegt sich das Straftatenaufkommen weiterhin auf einem niedrigen Niveau.
Den größten Anteil davon machten mit 107 (2025: 115) die Rohheitsdelikte aus, bei denen es sich überwiegend um Körperverletzungen (101) handelte. Raubstraftaten gab es lediglich 2 an der Zahl (Vorjahr 10). Bei den 9 (Vorjahr 10) bekannt gewordenen Sexualdelikten handelte es sich ganz überwiegend um sexuelle Belästigungen verbaler Art oder unerwünschte Berührungen. Es kam lediglich zu 13 registrierten Taschendiebstählen.
Zu größeren Auseinandersetzungen beziehungsweise Taten, bei denen Personen schwere Verletzungen erlitten, kam es nach bisherigen Erkenntnissen nicht.
Von Freitag, 19.05.26 bis Sonntag, 28.06.26, 06:00 Uhr fielen im bundespolizeilichen Zuständigkeitsbereich (Hauptbahnhof und Hafenanlagen) ca. 6400 polizeiliche Maßnahmen an (2025: ca. 4800). Hierbei handelte es sich überwiegend um Identitätsfeststellungen 1699 und präventive Durchsuchungen 1593, Gefährderansprachen 1287 und Kontrollen im Rahmen der erlassenen Allgemeinverfügung (AGV) an den Wochenenden 1287. Diese Allgemeinverfügung erweitert die bereits bestehenden Mitführverbote von Waffen und Messern im öffentlichen Personenverkehr um sogenannte gefährliche Gegenstände, wie Küchenmesser, Reizstoffsprühgeräte, Scheren,Schraubendreher, etc.
Das Straftatenaufkommen zog zum Veranstaltungsende hin mit 81 Delikten etwas an und verdoppelte sich knapp zum Vorjahresniveau (2025:48). Hierzu zählten im Schwerpunkt die Deliktsarten: Körperverletzungen 16 (8), Widerstände/ tätliche Angriffe gegen Bundespolizeibeamte 8 (4), Diebstähle 11 (8) und Beleidigungen 5 (5). Die Qualität und Ausprägung der jeweiligen Delikte sind jedoch vergleichsweise gering. Ein hoher Alkoholisierungsgrad war hierbei des Öfteren zu verzeichnen. Ebenso vereinten einzelne Personen gleich mehrere Delikte auf sich (z. B. Widerstand, Beleidigung,Körperverletzung). Die Bundespolizeiinspektion Kiel verzeichnete in ihrem Zuständigkeitsbereich auch zum Ende der Kieler Woche 2026 einen weitgehend friedlichen Verlauf mit fröhlich feiernden Besucherinnen und Besuchern. Ein großer Teil des Millionenpublikums nutzte das Verkehrsmittel Bahn zur An-und Abreise. Auch am finalen Wochenende waren täglich wieder weit über 100 Bundespolizistinnen und -polizisten im bahnpolizeilichen Einsatz. Die Bundespolizeiinspektion Kiel wurde zum großen Teil durch Einsatzkräfte der Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt, der Bundespolizeiabteilung Ratzeburg und durch Diensthundeführer unterstützt.
Die Auslastung der Züge und Lenkung der Reisendenströme stellte sich grundsätzlich problemlos dar. Auch wenn Züge an den Wochenenden in Spitzenzeiten teilweise zu 200% ausgelastet waren, kam es zu keinen nennenswerten Zwischenfällen. Abfahrtmöglichkeiten im Halbstundentakt, insbesondere Richtung Hamburg, trugen dazu bei. Kurzfristige Absperrungen von Bahnsteigen waren nur am Holstenbummel erforderlich, da die Kapazitäten der Bahnsteige erschöpft waren. Durch das überwiegend besonnene und verständnisvolle Verhalten der Reisenden und die schnelle Bereitstellung von Schienenersatzverkehr und Sammeltaxen, stellte auch der Ausfall des Bahnfunks am späten Dienstagabend kein größeres Problem dar. Am zweiten Samstag konnte eine ungewöhnlich späte Anreise zur Kieler Woche verzeichnet werden, die mutmaßlich auf die tropisch heißen Temperaturen zurückzuführen ist.
Kein Ort für Messer - Klare Kante gegen Klinge Gewalt- und Rohheitsdelikte mit Waffen, Messern oder gefährlichen Gegenstände, aber auch schon das bloße Mitführen, sind deutlich im polizeilichen Alltag präsent und beeinflussen die Sicherheit von der Bürgerinnen und Bürger. Die Einsatzkräfte der Landespolizei haben zum Teil gemeinsam mit Kräften der Stadt Kiel, dem Kommunalen Ordnungsdienst, an allen Veranstaltungstagen rund 350 Personen bezüglich des Mitführens von Messern kontrolliert und lediglich vier Verstöße gegen das Waffengesetz registriert. Das ist erneut ein sehr erfreuliches Ergebnis.
Die hohe Kontrollzahl im Verhältnis zu den festgestellten Verstößen lässt erkennen, dass die erlassene Allgemeinverfügung in Kombination mit der Landesverordnung S.-H. zum Mitführverbot von Waffen und Messern im ÖPNV sowie dem Mitführverbot von Waffen und Messern im ÖPFV gem. § 42b WaffG Wirkung zeigt.
Die Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt hat an beiden Wochenenden der Kieler Woche für den Kieler Bahnhof eine Allgemeinverfügung erlassen. "Ziel war es auch in diesem Jahr wieder, auffälliges Verhalten schon im Ansatz mit Gefährderansprachen zu begegnen und somit Straftaten und Ordnungswidrigkeiten zuverhinden. Die konsequenten Personenkontrollen u. a. auch im Rahmen der erlassenenen Allgemeinverfügung zum Mitführverbot von gefährlichen Gegenständen unterstützten hierbei erfolgreich", so der Leiter der Bundespolizeiinspektion Kiel, Sven-Lars Marienfeld. 1287 (899) Personen wurden aufgrund ihres Verhaltens ermahnt und bei 1546 (894) Personenkontrollen wurden insgesamt 27 (30) Verstöße festgestellt und mit Folgemaßnahmen belegt. Den Schwerpunkt bildeten Messer aller Art und Reizstoffsprühgeräte. Aber auch ein verbotener Schlagring wurde festgestellt und zur Anzeige gebracht.
Verkehrskontrollen der Landespolizei im Umfeld der Veranstaltungsflächen Die Einsatzkräfte führten während der Kieler Woche diverse Verkehrskontrollen durch. Sie unterzogen mehr als 260 Fahrzeugführerinnen und -führern einer Verkehrskontrolle. Ein Schwerpunkt lag auf der Überprüfung der Fahrtauglichkeit von Nutzerinnen und Nutzern sogenannter E-Scooter (Elektrokleinstfahrzeuge). Hier stellten Einsatzkräfte besonders im Verlauf der ersten Hälfte der Kieler Woche eine hohe Anzahl an Verstößen fest. Insgesamt 14 der E-Scooter-Fahrer standen unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen. In drei dieser Fälle kam es zudem zu Unfällen. Der Spitzenwert lag bei 1,89 Promille. Darüber hinaus verunfallten zwei Nutzer von Elektrokleinstfahrzeugen, ohne unter dem Einfluss von Drogen- Alkohol- oder Medikamenten gestanden zu haben.
Zudem kontrollierten die Kolleginnen und Kollegen eine Radfahrerin, die mit 2,44 Promille im Bereich der Brunswiker Straße auf dem Heimweg von der Kieler Woche nach Hause unterwegs war. Ein Arzt entnahm ihr im Anschluss eine Blutprobe. Sie wird sich in einem Strafverfahren verantworten müssen.
Zweimal kam es zu Verkehrsunfällen mit Pkw-Fahrern, die ebenfalls unter dem Einfluss von Alkohol am Straßenverkehr teilnahmen. In zwei weiteren Fällen blieb es bei folgenlosen Trunkenheitsfahrten. Hier lag der Spitzenwert bei 2,79 Promille. Auch hier leiteten die Kräfte entsprechende Strafanzeigen ein. In allen Fällen verletzten sich die Verkehrsteilnehmer glücklicherweise nur leicht.
Auch wasserseitig kontrollierten unsere Kolleginnen und Kollegen der Wasserschutzpolizei den Schiffsverkehr. Freitag fiel den Einsatzkräften ein Motorboot auf, welches von Wendtorf in die Kieler Förde fuhr. Der Bootsführer ankerte im Fahrwasser direkt vor dem Dienstgebäude der Wasserschutzpolizei an der Kiellinie. Nachdem die Kräfte den 23-jährigen Mann auf sein Fehlverhalten hingewiesen hatten, stellten sie einen süßlichen Geruch fest. Im Rahmen der Kontrolle unterzogen sie dem Mann einem Drogenvortest, der positiv auf THC (Cannabis) reagierte. Ein Arzt entnahm dem 23-Jährigen eine Blutprobe. Die Beamtinnen und Beamten leiteten eine Ordnungswidrigkeitenanzeige ein.
Veranstaltungsverlauf
Eine besondere Herausforderung stellte in diesem Jahr die außergewöhnliche Hitze dar. Neben der klassischen Polizeiarbeit gehörte deshalb auch das Kümmern und Helfen vielerorts zum Einsatzalltag.
Einsatzschwerpunkte waren die Kiellinie sowie der Innenstadtbereich. Haupteinsatztage waren einerseits der erste Freitag mit dem Soundcheck sowie der Freitag am zweiten Kieler Woche Wochenende. In vier Fällen (2025:11) kam es zum Widerstand gegen Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte.
Die Einsatzkräfte sprachen gegenüber 90 Personen (Vorjahr 63), die sich aggressiv oder störend verhielten, Platzverweise aus. Zehn Personen kamen aus gefahrenabwehrenden Gründen ins Polizeigewahrsam, weil sie mindestens uneinsichtig waren.
Die Zahl der polizeilich bekannt gewordenen alkoholbedingten hilflosen Personen ist im Vergleich zu 2024 und 2025 weiterhin stark gesunken. Drei Personen kamen zur Ausnüchterung in Gewahrsam. Die geringe Anzahl ist dem im vorletzten Jahr eingeführten Konzept der Behandlungsplätze vor Ort, den so genannten "Liegeplätzen," zu verdanken.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landeshauptstadt Kiel kontrollierten auch in diesem Jahr gemeinsam mit der Polizei Kinder und Jugendliche auf der Kieler Woche. Die Jugendschutzstreifen sprachen diese gezielt auf ihren Alkohol- und Zigarettenkonsum an. Besondere Auffälligkeiten gab es in Bezug auf Alkohol nicht.
Samstag Mittag kam es zu einem Zwischenfall auf einem Segelboot, welches an der Reventloubrücke festgemacht hatte. Eine unsachgemäß gewartete Rettungsinsel explodierte an Bord des Segelschiffes, umherfliegende Teile beschädigten zwei Veranstaltungsbuden im Bereich der Kiellinie. Verletzte gab es glücklicherweise nicht. Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr sperrten den Bereich weiträumig ab und fertigten eine Strafanzeige wegen einer fahrlässigen Gefährdung des Schiffsverkehrs.
Resümee
Das polizeiliche Einsatzkonzept in Verbindung mit dem Sicherheitskonzept der Landeshauptstadt Kiel und der positiven Stimmung der Besucherinnen und Besucher sorgten für ein großartiges und entspanntes Sommer- und Segelfest. Die Rückmeldungen der Besucherinnen und Besucher sowie der eingesetzten Kräfte zeigen, dass die hohe Polizeipräsenz, die intensiven Präventionsmaßnahmen und das Einsatz- und Sicherheitskonzept auf breite Akzeptanz gestoßen sind. Das gemeinsame Ziel aller Beteiligten, den Menschen eine fröhliche, sichere und unbeschwerte Kieler Woche zu ermöglichen, wurde erreicht.
"Eine Kieler Woche dieser Größenordnung ist nur möglich, weil viele Menschen Hand in Hand arbeiten. Mein besonderer Dank gilt allen Einsatzkräften, die bei teils großer Hitze mit hoher Professionalität, Augenmaß und großem Engagement für die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher gesorgt haben. Gleichzeitig danke ich den Millionen Gästen, die unsere Maßnahmen überwiegend mit Verständnis begleitet und durch ihr verantwortungsbewusstes Verhalten ihren Teil zu einer friedlichen Kieler Woche beigetragen haben" so der leitende Kriminaldirektor Mathias Engelmann, Leiter der Polizeidirektion Kiel.
* Alle genannten Zahlen beziehen sich auf den Zeitraum von Freitag, 19.06.26, 12:00 Uhr, bis Sonntag, 28.06.26, 06:00 Uhr. Es handelt sich um vorläufige Zahlen, die sich durch spätere Anzeigen erfahrungsgemäß noch leicht erhöhen können. Aufgrund dessen sind die genannten Zahlen aus dem Jahr 2025 etwas höher als in der Abschlussbilanz 2025 angegeben.
Stephanie Lage / Polizeidirektion Kiel
André Fischer / Bundespolizeiinspektion Kiel
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Polizeidirektion Kiel
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FW-Kiel: Einsatzreicher Tag für die Feuerwehr Kiel: Hohe Temperaturen und zahlreiche parallele Einsätze
Kiel (ost)
Die Feuerwehr Kiel hat einen sehr arbeitsreichen Tag erlebt. Aufgrund hoher Temperaturen, eines streifenden starken Hitzegewitters und vieler gleichzeitiger Einsätze waren die Einsatzkräfte stark gefordert.
Im Laufe des Samstags wurden insgesamt 19 Brandeinsätze und 14 Hilfeleistungseinsätze abgearbeitet. Im regulären Rettungsdienst wurden - ohne die zusätzlichen Einsätze im Rahmen der Kieler Woche - fast 150 Einsätze verzeichnet.
Zu den besonderen Ereignissen zählte der Brand von Metallschrott in einem Container auf einem Lastkraftwagen. Durch die starke Hitze wurden auch angrenzende Container beschädigt. Die Feuerwehr konnte das Feuer schnell unter Kontrolle bringen und eine weitere Ausbreitung verhindern. Es gab keine Verletzten.
Ein weiterer Einsatz führte die Feuerwehr auf die Autobahn 215 zu einem Verkehrsunfall mit drei leicht verletzten Personen. Die Einsatzkräfte sicherten die Unfallstelle, stellten den Brandschutz sicher und unterstützten den Rettungsdienst bei der Versorgung der Verletzten.
In den Abend- und Nachtstunden zog ein starkes Hitzegewitter nördlich an Kiel vorbei. Während das Stadtgebiet größtenteils verschont blieb, gab es im nördlich angrenzenden Kreis Rendsburg-Eckernförde viele wetterbedingte Einsätze. Die Integrierte Regionalleitstelle Mitte, die auch für diesen Kreis zuständig ist, verzeichnete dadurch eine erhöhte Auslastung. Insgesamt mussten dort etwa 90 wetterbedingte Einsätze koordiniert werden.
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Landeshauptstadt Kiel
Amt für Brandschutz, Rettungsdienst, Katastrophen- und Zivilschutz
Telefon: 0431 / 5905 - 0
Telefax: 0431 / 5905 - 147
Mail: amt13medienanfragen@kiel.de (kein 24/7 Monitoring)
Web: https://kiel.de/feuerwehr
FW-SE: beginnender Dachstuhlbrand nach Blitzeinschlag
Bad Segeberg (ost)
In den frühen Morgenstunden des 28. Juni ereignete sich während eines schweren Unwetters über dem Kreis Segeberg ein Blitzeinschlag in einem Mehrfamilienhaus im Seegenweg in Fuhlendorf. Durch den Blitzeinschlag geriet der Dachstuhl des Gebäudes in Brand. Die Bewohner bemerkten das Feuer rechtzeitig, konnten das Gebäude eigenständig verlassen und alarmierten sofort die Feuerwehr. Um 04:06 Uhr wurden die Freiwilligen Feuerwehren Fuhlendorf, Wiemersdorf und Armstedt mit dem Einsatzstichwort "Feuer größer als Standard" gerufen. Bei Ankunft der ersten Einsatzkräfte war bereits Rauch aus dem Dachbereich sichtbar. Die Feuerwehr begann sofort mit der Brandbekämpfung. Ein handgeführtes C-Strahlrohr wurde unter umluftunabhängigem Atemschutz für den Innenangriff eingesetzt. Gleichzeitig erfolgte von außen ein weiterer Löschangriff. Da sich das Feuer im Dachbereich befand, wurde um 04:20 Uhr das Einsatzstichwort auf "Feuer 2 Löschzüge" erhöht. Daraufhin wurden der Drehleiterzug der Feuerwehr Bad Bramstedt sowie die Freiwillige Feuerwehr Bimöhlen nachalarmiert. Bereits um 04:30 Uhr war die Drehleiter einsatzbereit. Über diese wurde das Dach geöffnet, um einen effektiven Löschangriff von oben durchzuführen. Diese Maßnahme zeigte schnell Wirkung, sodass um 04:35 Uhr die Feuerwehr Bad Bramstedt melden konnte, dass die Flammen gelöscht waren. Im weiteren Verlauf des Einsatzes wurde der Dachbereich mit Hilfe der Drehleiter und eines Einreißhakens weiter geöffnet, um Glutnester aufzuspüren und gezielt zu löschen. Aufgrund des anhaltenden Unwetters wurde ab ca. 5 Uhr die Anzahl der Einsatzkräfte reduziert, um sie nicht unnötig den Witterungsbedingungen auszusetzen und gleichzeitig die Einsatzbereitschaft für weitere wetterbedingte Einsätze sicherzustellen. Gegen 05:10 Uhr konnte schließlich "Feuer aus" gemeldet werden. Anschließend wurden Nachlöscharbeiten durchgeführt und der betroffene Dachbereich mit einer Wärmebildkamera kontrolliert, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern. Die Aufräumarbeiten waren gegen 06:00 Uhr abgeschlossen. Insgesamt waren etwa 64 Einsatzkräfte im Einsatz. Beteiligte Einheiten: Feuerwehr Fuhlendorf Feuerwehr Wiemersdorf Feuerwehr Armstedt Feuerwehr Bimöhlen Feuerwehr Bad Bramstedt Führungsgruppe Amt Bad Bramstedt - Land Fachberater DRK Kreis Segeberg Polizei Pinneberg und Segeberg Rettungsdienstkooperation in Schleswig-Holstein mit einem Rettungswagen Kreisfeuerwehrverband Segeberg mit einer Pressesprecherin
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Kreisfeuerwehrverband Segeberg
Pressesprecherin
Svea Elisabeth Widmann
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