Mehrere Verstöße am Wochenende festgestellt. Gefährdung der Verkehrssicherheit. Maßnahmen ergriffen.
Alkohol am Steuer in Flensburg

Polizeidirektion Flensburg (ost)
Am letzten Wochenende (06. – 08.02.26) wurden im Bereich der Polizeidirektion Flensburg mehrere Verstöße wegen Alkohol am Steuer festgestellt. Bei verschiedenen Kontrollen und Einsätzen wurden mehrere Fahrerinnen und Fahrer erwischt, die alkoholisiert ihre Fahrzeuge im Straßenverkehr führten.
Die betreffenden Fahrten stellten eine erhebliche Gefahr für die Verkehrssicherheit dar und führten zu strafrechtlichen Maßnahmen. Im Folgenden werden die einzelnen Fälle näher erläutert.
Am späten Freitagabend (06.02.26) gegen 22:30 Uhr meldete eine Verkehrsteilnehmerin einen blauen Audi, der auf der B5 in Höhe Stedesand mit starken Schlangenlinien teilweise im Gegenverkehr und mit wechselnder Geschwindigkeit in Richtung Lecker Chaussee fuhr. Das Fahrzeug wurde in Leck an der Einmündung zur B199 von einer Streifenwagenbesatzung kontrolliert. Ein Atemalkoholtest vor Ort ergab einen Wert von über 1,9 Promille. Der 42-jährige Fahrer wurde zur Blutprobenentnahme zum Polizeirevier Niebüll gebracht. Dort leistete er bei der Entnahme erheblichen Widerstand und biss einem Beamten ins Bein, wodurch dieser leicht verletzt wurde. Der Führerschein wurde eingezogen.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag (08.02.26) kam es zu einer weiteren Verkehrsgefährdung. Eine 25-jährige Frau fuhr gegen 01:00 Uhr auf der K 28 von Berend in Richtung Neuberend, als sie in einer Kurve auf schneeglatter Fahrbahn nach rechts von der Straße abkam, gegen einen Baum prallte und auf der gegenüberliegenden Seite zum Stehen kam. Bei der Fahrerin wurde Atemalkohol festgestellt. Ein Test ergab einen Wert von über 1,8 Promille. Die Unfallverursacherin wurde bei dem Unfall leicht verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Dort wurde eine Blutprobe entnommen und der Führerschein beschlagnahmt.
In derselben Nacht gegen 03:30 Uhr kam es zu einem weiteren Vorfall in der Nordstraße in Kappeln. Auch dort soll ein Auto in starken Schlangenlinien gefahren sein. Ein Zeuge folgte dem Fahrzeug und informierte die Polizei. Bevor der Streifenwagen eintraf, flüchtete der Fahrer zu Fuß in der Theodor-Storm-Straße, wurde jedoch kurz darauf von den Beamten gefunden. Der 43-jährige Mann war stark betrunken, verweigerte jedoch die Zusammenarbeit bei freiwilligen Maßnahmen, weshalb eine Blutprobe angeordnet wurde. Aufgrund eines Verdachts auf eine frühere Trunkenheitsfahrt besaß der Mann keine Fahrerlaubnis.
Gleichzeitig kam es im Rheider Weg (K30) in der Gemeinde Dannewerk zu einem Auffahrunfall. Niemand wurde verletzt. Bei der 32-jährigen mutmaßlichen Unfallverursacherin bestand der Verdacht auf eine mögliche Beeinträchtigung der Fahrtauglichkeit durch Alkohol- oder Medikamentenkonsum. Da die Frau Vortests ablehnte, wurde nach Rücksprache mit dem Bereitschaftsstaatsanwalt eine Blutprobe angeordnet.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Drogenraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 sind im Vergleich zu Nordrhein-Westfalen, das die meisten aufgezeichneten Fälle von Drogen in Deutschland im Jahr 2023 mit 73917 verzeichnete, relativ niedrig. Im Jahr 2022 wurden in Schleswig-Holstein 10944 Fälle registriert, wovon 9931 gelöst wurden. Es gab insgesamt 8645 Verdächtige, darunter 7470 Männer, 1175 Frauen und 1664 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 wurden 10838 Fälle registriert, von denen 9644 gelöst wurden. Es gab insgesamt 8326 Verdächtige, darunter 7225 Männer, 1101 Frauen und 1795 Nicht-Deutsche.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 10.944 | 10.838 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 9.931 | 9.644 |
| Anzahl der Verdächtigen | 8.645 | 8.326 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 7.470 | 7.225 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.175 | 1.101 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.664 | 1.795 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Schleswig-Holstein im Jahr 2023 zeigt insgesamt 32.794 Unfälle. Davon waren 3.356 Unfälle mit Personenschaden, was 10,23% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.230 Fälle aus, was 3,75% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 292 Fällen registriert, was 0,89% ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 27.916 Fälle, was 85,13% entspricht. Innerorts gab es 2.829 Unfälle (8,63%), außerorts (ohne Autobahnen) 1.003 Unfälle (3,06%) und auf Autobahnen 400 Unfälle (1,22%). Insgesamt gab es 34 Getötete, 611 Schwerverletzte und 3.587 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 32.794 |
| Unfälle mit Personenschaden | 3.356 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.230 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 292 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 27.916 |
| Ortslage – innerorts | 2.829 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 1.003 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 400 |
| Getötete | 34 |
| Schwerverletzte | 611 |
| Leichtverletzte | 3.587 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








