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Anrufe durch falsche Kriminalkommissare auf Fehmarn

Betrüger gaben sich als Kommissare aus, warnten vor Räuberbande. Bürger reagierten vorbildlich, kein Schaden entstanden. Polizei gibt Tipps zum Umgang mit Betrügern.

Tischaufstelle Falsche Polizeibeamte Rückseite (c) Polizei
Foto: Presseportal.de

Lübeck (ost)

Von Mittwochnachmittag (04.03.2026) bis in die Abendstunden haben sich Betrüger in 28 Fällen am Telefon als Kommissare von der Kriminalpolizei ausgeben. Zwischen 16 Uhr und 21 Uhr meldeten sich die angeblichen Kommissare Schwarz und Braun bei Bürgerinnen und Bürgern auf Fehmarn und warnten vor einer Räuberbande aus Rumänien. Niemand fiel auf den Betrugsversuch rein, es kam zu keinen Schäden. Die Polizei gibt in diesem Zusammenhang Tipps zum Umgang mit Betrügern am Telefon.

Viele Betroffene auf Fehmarn waren aufgebracht und verunsichert – alle jedoch verhielten sich vorbildlich, fielen nicht auf den Betrugsversuch rein und meldeten sich zur Absicherung bei der richtigen Polizei. Den vorliegenden Hinweisen nach gaben sich die Betrüger am Telefon als Kommissar Braun und Kommissar Schwarz von der Kriminalpolizei aus.

Sie warnten am Telefon vor einer rumänischen Räuberbande, die sich in den Straßen der Angerufenen aufhalten sollten. Sie befragten die Bürgerinnen und Bürger auch, ob diese Wertgegenstände und Bargeld bei sich zu Hause lagern würden. Um das Eigentum zu schützen, würden sie persönlich vorbei kommen und Geld und Wertsachen zum Schutz in Verwahrung nehmen.

In einigen Fällen wurde den Geschädigten auch mitgeteilt, dass eine rumänische Räuberbande festgenommen worden wäre und man in diesem Zusammenhang Zettel mit Namen der Opfer bei den Tätern gefunden habe. Fakt ist: Es handelte sich in allen Fällen um Anrufe von Betrügern, die sich als Polizeibeamte ausgaben. Die Ermittlungen hierzu dauern an.

Ulli Fritz Gerlach, Pressesprecher der Polizeidirektion Lübeck: „Sensibilisieren Sie als Angehörige auch insbesondere die besonders gefährdeten Mitglieder Ihrer Familie im Hinblick auf Betrugsmaschen. Um trotz Unsicherheit oder auch verursachten Emotionen nicht auf die Masche hereinzufallen, hilft insbesondere ein Tischaufsteller direkt neben dem Telefon, auf dem die korrekten Telefonnummern der örtlichen Polizeidienststelle und Telefonnummern von Angehörigen notiert werden können. Im Zweifelsfall beenden Sie sofort das Telefonat, legen vollständig auf und wählen dann die auf dem Aufsteller hinterlegte Telefonnummer Ihrer Vertrauten. Die Aufsteller können über das Sachgebiet Präventiond der Polizeidirektion Lübeck angefordert werden.“

Kostenlose Informationen zu den Themen „Falsche Polizeibeamte“ und „Betrug am Telefon“ finden Sie unter: http://www.polizei-beratung.de/schockanrufe.

Seien Sie bei entsprechenden Anrufen gewappnet und berücksichtigen Sie folgende Präventionshinweise:

Quelle: Presseportal

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