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Aufenthaltsverbote gegen Beschuldigte in Kiel

Im Februar führte die Polizei eine Aktion gegen Betäubungsmittelkriminalität in Gaarden durch. Nun erhielten Tatverdächtige polizeiliche Aufenthaltsverbote, um den organisierten Handel zu bekämpfen.

Foto: Depositphotos

Kiel (ost)

Im Februar führte die Polizei eine koordinierte Aktion gegen die Drogenkriminalität im Stadtteil Gaarden durch. Jetzt haben Polizeibeamte mehreren Verdächtigen des Verfahrens polizeiliche Aufenthaltsverbote ausgestellt, um nachhaltig auf die Strukturen des organisierten Drogenhandels im Stadtteil einzuwirken.

Während der rund 40 Durchsuchungen zu Beginn des Jahres stellten Einsatzkräfte verschiedene Beweismittel wie Mobiltelefone, Bargeld und andere relevante Gegenstände sicher. Darüber hinaus wurden drei Männer festgenommen (siehe auch: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/14626/6218165).

Die Ermittlungen gegen die mehr als 30 Verdächtigen des Verfahrens dauern an.

Neben den laufenden Strafverfahren treten ab Montag, dem 13. Juli, Aufenthaltsverbotsverfügungen für einen bestimmten Bereich des Stadtteils gegen einige der Verdächtigen des Verfahrens in Kraft. Alle Betroffenen stehen unter dem Verdacht, am organisierten Drogenhandel in Kiel Gaarden beteiligt zu sein. Die Aufenthaltsverbote sind eine präventivpolizeiliche Maßnahme, die den Betroffenen den Aufenthalt in bestimmten Bereichen für eine festgelegte Zeit untersagt. Dadurch soll der Drogenhandel im Stadtteil weiter eingedämmt werden.

Rechtsgrundlage:

Die angeordneten Aufenthaltsverbote beruhen auf § 201 des Landesverwaltungsgesetzes des Landes Schleswig-Holstein (Platzverweise, Aufenthalts- und Betretungsverbote).

Rebecca Hartwigsen, Pressesprecherin der Polizeidirektion Kiel

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2022/2023

Die Drogenraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 10944 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 nur noch 10838 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 9931 auf 9644 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 8645 auf 8326, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 10.944 10.838
Anzahl der aufgeklärten Fälle 9.931 9.644
Anzahl der Verdächtigen 8.645 8.326
Anzahl der männlichen Verdächtigen 7.470 7.225
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.175 1.101
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.664 1.795

Quelle: Bundeskriminalamt

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