1.000 Euro Belohnung für Hinweise. Fahndungsmaßnahmen bisher erfolglos. Täter flüchteten mit Fahrrädern und Transporter.
Auslobung nach Sprengung eines Geldautomaten in Glinde

Kiel (ost)
Aktualisierung zu ots LKA Schleswig-Holstein vom 27.07.2026 und 30.07.2026
Nachdem am 27.07.2026 in Glinde ein Geldautomat gesprengt wurde, haben die bisherigen Fahndungsmaßnahmen nicht zur Identifizierung oder Festnahme der unbekannten Täter geführt.
Aus diesem Grund hat die Generalstaatsanwaltschaft Schleswig eine Belohnung in Höhe von
1.000 Euro (geschrieben: eintausend Euro)
ausgelobt, für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat und zur Ermittlung oder Festnahme der Täter führen.
Die Belohnung ist nur für Privatpersonen bestimmt und nicht für Beamte, deren Pflicht es ist, strafbare Handlungen zu verfolgen. Die Zuerkennung und Verteilung der Belohnung erfolgt ohne Möglichkeit der Rechtsbeschwerde.
Laut den bisherigen Ermittlungen sprengten zwei bisher unbekannte Personen am 27.07.2026 gegen 04:26 Uhr einen Geldautomaten der Card Point GmbH in der Möllner Landstraße in Glinde. Danach entwendeten sie die Geldkassetten und flüchteten vom Tatort.
Augenzeugen beobachteten nach der Explosion zwei Männer, die mit einem dunklen Rucksack, einer dunklen Sporttasche und Fahrrädern in Richtung des Golfplatzes am Havighorster Weg flüchteten. Nach den aktuellen Ermittlungen gehen die Ermittler davon aus, dass die Verdächtigen dort zu einem abgestellten Fahrzeug gingen, die Fahrräder luden und dann entlang der Golfanlage in Richtung Hamburg flüchteten. Das Fluchtfahrzeug könnte ein weißer Transporter gewesen sein.
Im Rahmen der umfangreichen Ermittlungen konnten die Beamten Videoaufnahmen sichern, auf denen einer der beiden Verdächtigen zu sehen ist. Er trug zur Tatzeit einen auffälligen Kapuzen-Sweatshirt, eine helle Basecap und helle Handschuhe. Eine detaillierte Beschreibung des zweiten Verdächtigen liegt derzeit nicht vor.
Die Identität der Verdächtigen und ihr aktueller Aufenthaltsort sind weiterhin unbekannt.
Das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein fragt daher erneut:
Personen, die Hinweise zu den Verdächtigen geben können oder relevante Beobachtungen im Zusammenhang mit der Tat gemacht haben, werden gebeten, sich beim Landeskriminalamt Schleswig-Holstein unter 0431/160-42537 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.
Hinweise können weiterhin auch über das Hinweisportal der Landespolizei Schleswig-Holstein abgegeben werden:
https://sh.hinweisportal.de/zsslyd7v
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Mordraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Anstieg. Im Jahr 2022 wurden 70 Fälle registriert, von denen 55 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 62 Verdächtige, darunter 56 Männer und 6 Frauen. 29 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der registrierten Fälle auf 74, wobei 66 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich auf 77, wobei 67 Männer und 10 Frauen beteiligt waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen blieb mit 28 konstant. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70 | 74 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 55 | 66 |
| Anzahl der Verdächtigen | 62 | 77 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 56 | 67 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6 | 10 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 29 | 28 |
Quelle: Bundeskriminalamt








