Ein Autofahrer in Itzehoe entzieht sich einer Polizeikontrolle, zwingt Zug zur Gefahrenbremsung und wird vorläufig festgenommen.
Autofahrer flüchtet vor Polizei in Itzehoe

Itzehoe (ost)
Am Freitagnachmittag hat ein Fahrer in Itzehoe zunächst versucht, einer Polizeikontrolle zu entkommen und ist später zu Fuß geflohen. Dabei hat er Bahngleise überquert und einen herannahenden Zug zu einer Notbremsung gezwungen. Die Einsatzkräfte haben den 24-jährigen Mann nach kurzer Flucht vorläufig festgenommen.
Um 15:10 Uhr haben zwei Polizeibeamte des Reviers Itzehoe in der Adenauerallee versucht, einen Audi zu kontrollieren. Als sie das Fahrzeug anhalten wollten, hat der Fahrer stark beschleunigt und versucht, der Kontrolle zu entkommen. Die Einsatzkräfte haben die Verfolgung aufgenommen.
Auf der vierspurigen Straße hat der Audi andere Fahrzeuge teilweise rechts überholt. Außerdem hat der Fahrer bei deutlich überhöhter Geschwindigkeit mehrmals den erforderlichen Sicherheitsabstand nicht eingehalten. Die Fahrt führte über die Delftorbrücke und die Elmshorner Straße in Richtung Autobahn 23.
In der Elmshorner Straße hat der Fahrer schließlich angehalten. Während der anschließenden Kontrolle hat der Mann seine Schuhe ausgezogen und ist plötzlich weggelaufen. Auf seiner Flucht hat er nahegelegene Bahngleise überquert. Ein herannahender Zug hat daraufhin eine Notbremsung eingeleitet. Es kam zu keinem Zusammenstoß oder weiteren Schäden.
Nach kurzer Verfolgung haben die Beamten den Flüchtenden gestoppt und vorläufig festgenommen. Bei dem 24-jährigen Deutschen aus Itzehoe haben sie Betäubungsmittel gefunden. Da außerdem der Verdacht bestand, dass er unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln gefahren ist, hat ein Arzt eine Blutprobe entnommen.
Bei der Überprüfung des Audi haben die Einsatzkräfte außerdem festgestellt, dass die angebrachten Kennzeichen nicht zum Fahrzeug gehörten. Die Kennzeichen waren als gestohlen gemeldet.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Mann mangels Haftgründen wieder freigelassen. Gegen ihn laufen unter anderem Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs, des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr, der Urkundenfälschung sowie wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz.
Björn Gustke
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Drogenraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 10.944 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 10.838 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging von 9.931 im Jahr 2022 auf 9.644 im Jahr 2023 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank ebenfalls von 8.645 im Jahr 2022 auf 8.326 im Jahr 2023. Von den Verdächtigen waren 7.470 männlich und 1.175 weiblich, wobei 1.664 nicht-deutsche Verdächtige waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 10.944 | 10.838 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 9.931 | 9.644 |
| Anzahl der Verdächtigen | 8.645 | 8.326 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 7.470 | 7.225 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.175 | 1.101 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.664 | 1.795 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Schleswig-Holstein im Jahr 2023 zeigt insgesamt 32.794 Unfälle. Davon waren 3.356 Unfälle mit Personenschaden, was 10,23% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.230 Unfälle aus, was 3,75% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 292 Fällen registriert, was 0,89% entspricht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 27.916 Fälle, was 85,13% entspricht. Innerorts gab es 2.829 Unfälle (8,63%), außerorts (ohne Autobahnen) 1.003 Unfälle (3,06%) und auf Autobahnen 400 Unfälle (1,22%). Insgesamt gab es 34 Getötete, 611 Schwerverletzte und 3.587 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 32.794 |
| Unfälle mit Personenschaden | 3.356 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.230 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 292 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 27.916 |
| Ortslage – innerorts | 2.829 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 1.003 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 400 |
| Getötete | 34 |
| Schwerverletzte | 611 |
| Leichtverletzte | 3.587 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








