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Bad Bramstedt: Bundespolizeiinspektion Kiel zur Kieler Woche 2024

Die Bundespolizei zieht eine positive Bilanz zur Kieler Woche 2024. Über 100 Polizisten im Einsatz, nur 38 Straftaten im Vergleich zu 97 im Vorjahr.

Sichergestellte Gegenstände im Rahmen der Kontrollen der Bundespolizei zur Einhaltung der Allgemeinverfügung während der Kieler Woche 2024 (Beispiele)
Foto: Presseportal.de

Kiel (ost)

Ein positives Fazit zieht die Bundespolizeiinspektion Kiel zum Abschluss der Kieler Woche 2024. Konsequent gegen Störer und Straftäter, besonnen und bürgerfreundlich gegenüber den friedlich feiernden KiWo-Besuchern – so lautete auch dieses Jahr das Motto der Bundespolizei und es ging auf.

Trotz der bundesweit hohen Einsatzbelastung aufgrund der Euro 2024 waren zu Schwerpunktzeiten, insbesondere an den Wochenenenden, über 100 Bundespolizistinnen und -polizisten im Einsatz. Die Bundespolizeiinspektion Kiel wurde zum großen Teil durch Einsatzkräfte Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt und auch durch Diensthundführer unterstützt.

Die Auslastung der Züge und Lenkung der Reisendenströme stellte sich in diesem Jahr als relativ problemlos los. Auch wenn Züge in Spitzenzeiten teilweise zu 200% ausgelastet waren, kam es zu keinen nennenswerten Zwischenfällen. Absperrungen oder Räumungen waren nicht erforderlich. Die Reisenden zeigt sich fast ausnahmslos vorbildlich und friedlich feiernd.

Von Freitag, 21.06.24 bis Sonntag, 30.06.24, 12:00 fielen für die Bundespolizei ca. 2800 polizeiliche Maßnahmen an (2023: ca. 1.500), hierbei überwiegend Identitätsfeststellungen, Gefährderansprachen und Kontrollen im Rahmen der erlassenen Allgemeinverfügung (AGV) zum Mitführverbot von gefährlichen Gegenständen.

Das Straftatenaufkommen lag mit nur 38 Delikten erfreulicherweise weit unter dem Vorjahresniveau (2023: 97). U.a zählten hierzu Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz aber auch Straftaten nach dem Aufenthalsgesetz waren zu verzeichnen.

421 Personen mussten durch sogenannte Gefährderansprachen präventiv auf ihr Verhalten hin angesprochen werden (2023:470).

Körperverletzungen durch Waffen oder andere gefährliche Werkzeuge, aber auch das bloße Mitführen, ist deutlich in der bundespolizeilichen Lage präsent und beeinflusst die Sicherheit von der Bevölkerung. Vor diesem Hintergrund hat die Bundespolizei wieder für beide Wochenenden der Kieler Woche für den Kieler Bahnhof eine Allgemeinverfügung zum Mitführverbot von gefährlichen Gegenständen ausgesprochen (freitags und samstags). Dazu gehören unter anderem Werkzeuge, Schusswaffen, Schreckschusswaffen, Hieb-, Stoß- und Stichwaffen sowie Messer aller Art. Insgesamt stellten die und Bundespolizisten bei 832 Kontrollen (2023: 221) insgesamt 27 Verstöße (2023: 24) gegen die Allgemeinverfügung fest. Schwerpunkt bildeten Messer aller Art und Reizstoffsprühgeräte. Aber auch ein Schlagring, Bengalo- Feuerwerk und Messerrohlinge waren festzustellen.

Die hohen Kontrollzahlen im Verhältnis zu den festgestellten Verstößen lässt erkennen, dass das erlassenen Mitführverbot Wirkung zeigt. „Auch wenn die Feststellungen im Verhältnis zu den Kontrollen erfreulicherweise gering ausfielen, zeigt es aber dennoch, wie wichtig es ist, jede unberechtigte Waffe oder gefährliches Werkzeug frühzeitig aus dem Verkehr zu ziehen. Die Sicherheit der Bahnnutzer und Besucher der Kieler Woche hat oberste Priorität.“, so der Leiter der Bundespolizeiinspektion Kiel, Polizeioberrat Sven-Lars Marienfeld.

Aus bundespolizeilicher Sicht eine verhältnismäßig friedliche Kieler Woche 2024.

Es wird ausdrücklich daraufhin hingewiesen, dass die oben genannten Zahlen vorläufig sind und sich durch Folgeermittlungen noch leicht reduzieren oder erhöhen können. Die Zahlen beziehen sich auf den Zeitraum von Freitag, 21.06.2024, 16:00 Uhr, bis Sonntag, 30.06.2024, 12:00 Uhr.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2021/2022

Die Drogenraten in Schleswig-Holstein sind zwischen 2021 und 2022 gesunken. Im Jahr 2021 wurden 11693 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2022 nur noch 10944 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 10509 auf 9931 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 9190 auf 8645, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 70510 Fällen.

2021 2022
Anzahl erfasste Fälle 11.693 10.944
Anzahl der aufgeklärten Fälle 10.509 9.931
Anzahl der Verdächtigen 9.190 8.645
Anzahl der männlichen Verdächtigen 7.938 7.470
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.252 1.175
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.576 1.664

Quelle: Bundeskriminalamt

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