Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Bad Bramstedt: Erste Kontrollen des Waffen- und Messerverbotes in SH

160 Personen kontrolliert, 15 Messer sichergestellt: Bilanz der ersten Kontrollen des Waffen- und Messerverbotes in Schleswig-Holstein. Die Aktion war ein Erfolg, mit weiteren Kontrollen geplant, um die Sicherheit zu erhöhen.

Foto: unsplash

Kiel (ost)

+++ Gemeinsame Pressmitteilung der Landespolizei SH und der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt +++

An zwei der größten Bahnhöfe des Landes fanden am gestrigen Dienstag (04.02.2025) gemeinsame Kontrollen der Landespolizei Schleswig-Holstein, der Bundespolizei sowie der örtlich zuständigen Kommunalen Ordnungsdienste zum Waffen- und Messerverbot statt. Am Hauptbahnhof Kiel und am Hauptbahnhof Lübeck wurden jeweils von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr Reisende kontrolliert. Dabei konnten knapp 160 Personen kontrolliert und 18 Verstöße gegen das Waffen- und Messerverbot festgestellt werden.

Am Hauptbahnhof Kiel wurden knapp 100 Personen, in Lübeck am Hauptbahnhof 60 Personen von den eingesetzten Kräften der Polizeien und der Ordnungsdienste kontrolliert. Bei den kontrollierten Personen wurden insgesamt 15 Messer, davon 5 in Kiel und 10 in Lübeck, zugriffsbereit aufgefunden. Der Großteil der Messer waren dabei Einhand- oder Klappmesser. Alle der aufgefundenen Messer wurden sichergestellt. Dazu kommen auf die betroffenen Personen Ordnungswidrigkeitenverfahren, welche mit empfindlichen Geldbußen enden können, zu. Zudem konnten in Lübeck ein Schlagring und ein Reizstoffsprühgerät sowie in Kiel ein Teleskopschlagstock und Betäubungsmittel verbotswidrig bei Personen aufgefunden werden. Entsprechende Anzeigen wurden neben der Sicherstellung der Gegenstände auch hierzu gefertigt. Die Besitzer von Schlagring und Betäubungsmittel werden sich dabei in Strafverfahren verantworten müssen.

Die Anzahl der sichergestellten Messer zeigt, dass die Kontrolltätigkeiten der richtige Ansatz sind. Normen Großmann, Präsident der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt, sagt zu den Kontrollen: „Mitgeführte Messer oder sonstige gefährliche Gegenstände sind regelmäßig Tatmittel bei Gewaltstraftaten. Die Kontrollen und die möglichen Rechtsfolgen sind ein probates Mittel, um dem angemessen zu begegnen und diejenigen zum Nachdenken anzuregen, die diese Gegenstände mit sich führen. Unsere Polizistinnen und Polizisten sorgen so nicht nur auf den Bahnsteigen und in den Bahnhöfen für Sicherheit, sondern auch mit Kontrollen unterwegs in den Zügen.“

Auch Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack äußerte sich positiv zu den Kontrollen: „Seit dem fürchterlichen Messerangriff in einer Bahn in Brokstedt im Januar 2023 haben wir uns verstärkt für ein Waffenverbot im Personennahverkehr eingesetzt. Am 23. Dezember 2024 ist in Schleswig-Holstein eine Verordnung in Kraft getreten, die das Mitführen von Waffen und Messern im öffentlichen Personennahverkehr untersagt. Ich danke den eingesetzten Kolleginnen und Kollegen der Landes- und Bundespolizei und der Kommunalen Ordnungsdienste, die gestern an den Kontrollen teilgenommen haben. Die Ergebnisse zeigen, dass es wichtig ist, weiterhin zu kontrollieren. Nur so kommen wir unserem Ziel, den Sicherheitsstandard in unseren öffentlichen Verkehrsmitteln zu erhöhen, näher. Messer und Waffen haben in der Öffentlichkeit nichts zu suchen!“

Die beiden Schwerpunktkontrollen sind der Auftakt gewesen, die Verbote in den öffentlichen Verkehrsmitteln in Schleswig-Holstein zu überwachen. Das Zusammenwirken von Bundespolizei, Landespolizei und Ordnungsdiensten hat sich dabei bewährt und wird auch zukünftig Teil des Kontrollkonzeptes sein. Weitere Kontrollaktionen werden in verschiedenen Bereichen des Fern- und Nahverkehrs und zu unterschiedlichen Zeiten durchgeführt werden. Einig sind sich Bundes- wie Landespolizei, dass Bus und Bahn für Waffen jeglicher Art die falschen Orte sind.

Kontakt zur Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt Raaberg 6 24576 Bad Bramstedt Telefon: 04192/ 502-1010 E-Mail: presse.badbramstedt.@polizei.bund.de www.bundespolizei.de Twitter: @bpol_kueste

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2022/2023

Die Drogenraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 zeigten einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 10.944 Fälle registriert, wobei 9.931 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 8.645, wovon 7.470 männlich und 1.175 weiblich waren. 1.664 Verdächtige waren nicht deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 sank die Anzahl der registrierten Fälle auf 10.838, wobei 9.644 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 8.326, davon waren 7.225 männlich und 1.101 weiblich. 1.795 Verdächtige waren nicht deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 10.944 10.838
Anzahl der aufgeklärten Fälle 9.931 9.644
Anzahl der Verdächtigen 8.645 8.326
Anzahl der männlichen Verdächtigen 7.470 7.225
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.175 1.101
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.664 1.795

Quelle: Bundeskriminalamt

nf24