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Bad Schwartau: Silvesterbilanz 2025 in Ostholstein

Die Polizei verzeichnete 362 Einsätze in Ostholstein, darunter Brände mit hohem Sachschaden und Alkohol am Steuer. Die Feiern verliefen ruhig, aber unsachgemäße Nutzung von Feuerwerk führte zu zahlreichen Einsätzen.

Foto: Depositphotos

Lübeck (ost)

Insgesamt 362 Einsätze (2024/2025: 280) wurden von den Polizeibeamten der Polizeidirektion Lübeck in der Silvesternacht 2025/2026 in Lübeck und Ostholstein durchgeführt. Zwischen 17.00 Uhr und 06.00 Uhr gab es 86 Einsätze mit direktem Bezug zum Silvester in der Hansestadt Lübeck (2024/2025: 74) und 64 im Kreis Ostholstein (2024/2025: 47).

Die Polizeidirektion Lübeck verzeichnete eine sehr arbeitsreiche Silvesternacht in Ostholstein. Die Einsatzkräfte waren auf Feiern, größere Menschenansammlungen und Zuschauer bei Feuerwerken zum Jahreswechsel vorbereitet und hatten wie in den Vorjahren den Streifen- und Präsenzdienst im Kreisgebiet verstärkt.

Bereits vor Mitternacht kam es zu verschiedenen typischen Silvestereinsätzen.

Die Veranstaltungen in den Ostseebädern verliefen ruhig und ohne größere polizeiliche Vorfälle.

Wie in den vergangenen Jahren waren die meisten Einsätze auf unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern zurückzuführen. Anrufer meldeten vermehrt den unangemessenen Gebrauch von Böllern, Raketen in Richtung von Gebäuden und Fahrzeugen, brennende Mülltonnen und Hecken. Dabei wurden auch Feuerwerksverbotszonen missachtet und Feuerwerkskörper in der Nähe von Reetdachhäusern oder landwirtschaftlichen Betrieben mit Tieren gezündet.

Zu den herausragenden Einsätzen gehörten mehrere Brände im Kreisgebiet:

Um 21.30 Uhr wurde ein brennendes Carport in der Hauptstraße in Ratekau gemeldet. Das Feuer griff auf das Wohnhaus und ein benachbartes Gebäude über, die vollständig ausbrannten. Es gab keine Verletzten. Der Sachschaden wird auf ca. 500.000 Euro geschätzt.

Während des Löscheinsatzes mussten zwei Feuerwehrleute vor einem herannahenden Fahrzeug zur Seite springen. Der Fahrer hatte die Absperrung ignoriert, konnte jedoch später von der Polizei gestoppt werden. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,68 Promille. Gegen den Fahrer wird wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs und Trunkenheit am Steuer ermittelt.

Kurz um Mitternacht brannte ein Fachwerkhaus in der Weidestraße in Eutin. Der Bewohner konnte das Gebäude unverletzt verlassen, es ist jedoch nicht mehr bewohnbar. Der Sachschaden wird auf etwa 500.000 Euro geschätzt.

Gegen 01.00 Uhr kam es zu einem Feuer im Prof.-C-Ehrenberg-Weg in Oldenburg, wo ein Unterstand brannte. Das Feuer wurde gelöscht, das benachbarte Haus wurde leicht beschädigt.

Ebenfalls gegen 01.00 Uhr brannte ein Carport in der Lohstraße in Stockelsdorf. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden.

Um 01.30 Uhr brannte ein Quad, das vor einem Haus in Ahrensbök in der Neuen Dorfstraße abgestellt war. Durch das schnelle Handeln des Besitzers und der Feuerwehr konnte ein Übergreifen auf das Haus verhindert werden.

In der Alt Rensefeld-Straße in Bad Schwartau brannte gegen 01.40 Uhr die Garage einer Autowerkstatt. Die Schadenshöhe ist noch nicht bekannt.

In allen Fällen hat die Polizei Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Nun werden einige Einsätze mit Bezug zum Silvester anhand der Protokolle der Polizeileitstelle beispielhaft aufgeführt:

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Schleswig-Holstein im Jahr 2023 zeigt insgesamt 32.794 Unfälle. Davon waren 3.356 Unfälle mit Personenschaden, was 10,23% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.230 Fälle aus, was 3,75% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 292 Fällen registriert, was 0,89% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 27.916 Fälle, was 85,13% aller Unfälle entspricht. Innerorts ereigneten sich 2.829 Unfälle (8,63%), außerorts (ohne Autobahnen) 1.003 Unfälle (3,06%) und auf Autobahnen 400 Unfälle (1,22%). Insgesamt gab es 34 Getötete, 611 Schwerverletzte und 3.587 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 32.794
Unfälle mit Personenschaden 3.356
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 1.230
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 292
Übrige Sachschadensunfälle 27.916
Ortslage – innerorts 2.829
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 1.003
Ortslage – auf Autobahnen 400
Getötete 34
Schwerverletzte 611
Leichtverletzte 3.587

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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