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Betrug mit Kryptowährung in Itzehoe

Eine Frau wurde Opfer von Krypto-Betrug und erlitt einen Schaden von 23.000 Euro. Die Polizei ermittelt den genauen Ablauf.

Foto: unsplash

Itzehoe (ost)

Gestern hat eine Dame eine Anzeige bei der Polizei erstattet, weil sie in den letzten Monaten Opfer eines Anlagebetrugs wurde und einen Schaden in Höhe von etwa 23.000 Euro erlitten hat.

Nach aktuellen Informationen war es im August 2025 eine gefälschte Werbung auf einer Internetseite, durch die Betrüger das Opfer aus dem Umland von Itzehoe lockten. Dort boten Kriminelle eine lukrative Kapitalanlage in Bitcoins an. Nach einem Link und der Eingabe einiger Daten erstellte die 33-Jährige daraufhin einen Kundenaccount. Dabei erhielt sie telefonische Unterstützung von einem vermeintlichen Broker. Für diese Dienstleistung zahlte die Anzeigende zuerst 230 Euro. Später folgte sie weiteren Anweisungen und führte mehrere Telefonate. Nachdem sie einen Gewinn auf ihrem Account verbucht hatte, den sie sich auszahlen ließ, vertraute sie weiterhin den Brokern und investierte letztendlich rund 23.000 Euro. Die letzte Transaktion fand Ende Januar 2026 statt. Inzwischen sind alle Konten gesperrt und die Frau hat erkannt, dass sie auf einen Betrug hereingefallen ist.

Die genauen Abläufe und die Schritte, die die Anzeigende in der Vergangenheit unternommen hat, müssen nun von der Kripo in Itzehoe ermittelt werden. Es erscheint unwahrscheinlich, dass die Geschädigte ihr investiertes Geld zurückerhält.

Merle Neufeld

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Schleswig-Holstein für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 stiegen leicht an. Im Jahr 2022 wurden 2966 Fälle registriert, wovon 815 gelöst wurden. Es gab insgesamt 693 Verdächtige, darunter 475 Männer, 218 Frauen und 137 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 3254, wobei 935 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 814 fast konstant, wobei 542 Männer, 272 Frauen und 172 Nicht-Deutsche beteiligt waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Berlin im Jahr 2023 die meisten registrierten Fälle von Cyberkriminalität in Deutschland mit 22125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 2.966 3.254
Anzahl der aufgeklärten Fälle 815 935
Anzahl der Verdächtigen 693 814
Anzahl der männlichen Verdächtigen 475 542
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 218 272
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 137 172

Quelle: Bundeskriminalamt

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