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Bocholt: Falsche Polizeibeamte festgenommen

Spezialkräfte des Landeskriminalamtes Schleswig-Holstein haben drei Männer aus Bocholt festgenommen. Sie werden verdächtigt, bei einer 86-jährigen Frau im Raum Lübeck Krügerrandmünzen im Wert von 30.000 Euro erbeutet zu haben.

Foto: Depositphotos

Kiel (ost)

Die Polizei des Landeskriminalamtes Schleswig-Holstein hat drei Männer aus Bocholt in Nordrhein-Westfalen verhaftet. Die Verdächtigen sind 23 (zwei der Männer) und 29 Jahre alt und werden beschuldigt, unter dem Vorwand falscher Polizeibeamter bei einer 86-jährigen Frau im Raum Lübeck mehrere Krügerrandmünzen im Gesamtwert von etwa 30.000 Euro gestohlen zu haben.

Vorher sollen sie der Frau eingeredet haben, dass eine Diebesbande in ihrer Umgebung unterwegs sei und ihre Wertsachen bei der Bank nicht sicher seien. Die betroffene Frau folgte daraufhin den Anweisungen der vermeintlichen Polizei, holte ihre Wertsachen von der Bank nach Hause und legte sie in einen Kochtopf zur Abholung.

Die Verdächtigen kamen jedoch nicht weit: Durch frühere Ermittlungen und Überwachungsmaßnahmen konnten sie nach der Tat am 30. März 2026 auf dem Weg nach Hamburg in ihrem Fahrzeug gestoppt und vorläufig festgenommen werden. Nach ihrer Vorführung vor dem Amtsgericht Lübeck befinden sie sich mittlerweile in Untersuchungshaft. Einer der Männer hat die deutsche Staatsbürgerschaft, ein weiterer Mann die deutsch-libanesische Staatsbürgerschaft. Die Nationalität des dritten Mannes ist noch unbekannt.

Das LKA prüft nun, ob dem Trio noch weitere ähnliche Fälle zugeordnet werden können.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Schleswig-Holstein für 2022/2023

Die Mordraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 70 Fälle registriert, von denen 55 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 62 Verdächtige, darunter 56 Männer und 6 Frauen. 29 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der registrierten Fälle auf 74, wobei 66 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich auf 77, wobei 67 Männer und 10 Frauen darunter waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen blieb mit 28 konstant. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 70 74
Anzahl der aufgeklärten Fälle 55 66
Anzahl der Verdächtigen 62 77
Anzahl der männlichen Verdächtigen 56 67
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 6 10
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 29 28

Quelle: Bundeskriminalamt

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