Am 23.02.2026 kam es in Mittelangeln zu einem versuchten schweren Raub auf zwei Angestellte eines Discount-Marktes und in der Folgenacht zu zwei Einbruchdiebstählen in Geschäfte im gleichen Objekt. Aufgrund von teilweise vorhandenen Videoaufnahmen konnte ein Tatzusammenhang mit einer seit Januar 2026 registrierten Serie von Einbrüchen in Gewerbeobjekte in Mittelangeln, Böklund und Schleswig festgestellt werden.
Böklund: Einbruchserie und versuchter Raub aufgeklärt

Mittelangeln (ost)
Am 23. Februar 2026 ereignete sich in Mittelangeln ein versuchter schwerer Raub auf zwei Mitarbeiter eines Discount-Marktes und in der folgenden Nacht zwei Einbrüche in Geschäfte im selben Gebäude (Siehe Pressemitteilung vom 25.02.2026).
Aufgrund von teilweise vorhandenen Videoaufnahmen konnte eine Verbindung zu einer seit Januar 2026 registrierten Serie von Einbrüchen in Gewerbeobjekte in Mittelangeln, Böklund und Schleswig festgestellt werden. Zwei 18 und 22 Jahre alte Männer deutscher und litauischer Staatsangehörigkeit aus Mittelangeln gerieten unter Tatverdacht.
Am 10.04.2026 durchsuchte die Kriminalpolizei Schleswig gleichzeitig die Wohnsitze der Beschuldigten. Dabei wurde Diebesgut aus mehreren Taten entdeckt und sichergestellt.
Insgesamt konnten sechs abgeschlossene und drei versuchte Einbrüche in Angeln und Schleswig sowie der oben genannte versuchte Raub aufgeklärt werden.
Nach der Durchsuchung wurde der 22-Jährige zur weiteren Untersuchung zur Dienststelle gebracht und nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Flensburg aufgrund fehlender Haftgründe entlassen.
Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Raubüberfallraten in Schleswig-Holstein stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 1194 Fälle registriert, von denen 749 gelöst wurden. Es gab insgesamt 894 Verdächtige, darunter 793 Männer und 101 Frauen. 310 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 1403, wobei 956 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich auf 1101, wobei 1013 Männer und 88 Frauen beteiligt waren. 427 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Raubüberfällen in Deutschland mit 12625 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 1.194 | 1.403 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 749 | 956 |
| Anzahl der Verdächtigen | 894 | 1.101 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 793 | 1.013 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 101 | 88 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 310 | 427 |
Quelle: Bundeskriminalamt








