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Boizenburg/Elbe: Illegaler Aufenthalt und Trunkenheitsfahrt

Eine Kontrolle am Askanierring in Lauenburg brachte mehrere Vergehen hervor. Die georgischen Fahrzeuginsassen standen ohne Pkw da.

Foto: Depositphotos

Ratzeburg (ost)

18.02.2026 | Kreis Herzogtum Lauenburg | 17.02.2026 – Lauenburg

Am Dienstagabend führte eine Streifenwagenbesatzung aus Lauenburg eine Kontrolle an einem Auto im Askanierring in Lauenburg durch. Dies führte zu einer Vielzahl von Verstößen, wodurch am Ende die Insassen in Lauenburg ohne Auto zurückblieben.

Um 19.20 Uhr fiel den Beamten ein VW Golf mit französischem Kennzeichen auf, der auf der B5 von Boizenburg kommend in Richtung Fürstengarten unterwegs war. Sie stoppten den Fahrer und führten eine Kontrolle durch.

Der 31-jährige georgische Fahrer konnte den Beamten kein gültiges Visum vorzeigen. Er hielt sich nach ersten Erkenntnissen bereits seit über 6 Monaten in Deutschland auf. Auch der 37-jährige georgische Beifahrer hatte kein gültiges Visum.

Gegen beide Georgier wurde ein Strafverfahren wegen illegalen Aufenthalts eingeleitet. Sie erhielten eine Meldeauflage bei der Ausländerbehörde des Kreises Herzogtum Lauenburg.

Nach weiteren Ermittlungen stellte sich heraus, dass das geführte Fahrzeug keine erforderliche Haftpflichtversicherung hatte. Daher endete die Fahrt der beiden Insassen am Kontrollort in Lauenburg.

Das war jedoch nicht alles, denn bei der Überprüfung des Fahrers auf seine Fahrtüchtigkeit gab es Hinweise auf möglichen Drogenkonsum. Der Georgier verweigerte einen Drogenvortest. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen vorläufigen Wert von 1,61 Promille. Der 31-Jährige musste daher einer Blutprobe zustimmen.

Der Fahrer muss sich nun in einem Strafverfahren neben dem illegalen Aufenthalt auch wegen des Verdachts der Trunkenheitsfahrt, des Fahrens ohne Fahrerlaubnis, des Führens eines Fahrzeugs unter berauschenden Mitteln und des Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz verantworten.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2022/2023

Die Drogenraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 10.944 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 10.838 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging von 9.931 im Jahr 2022 auf 9.644 im Jahr 2023 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 8.645 auf 8.326. Unter den Verdächtigen waren 7.470 Männer und 1.175 Frauen im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 7.225 Männer und 1.101 Frauen waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1.664 im Jahr 2022 auf 1.795 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 mit 73.917 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 10.944 10.838
Anzahl der aufgeklärten Fälle 9.931 9.644
Anzahl der Verdächtigen 8.645 8.326
Anzahl der männlichen Verdächtigen 7.470 7.225
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.175 1.101
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.664 1.795

Quelle: Bundeskriminalamt

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